Mit Sandy Bridge will Intel 2011 sein Performance-Mainstreamsegment erweitern. Neben einem neuen Sockel, dem LGA-1155, ist auch ein neuer Chipsatz, Serie 6, fällig. S-ATA III ist nativ zumindest für ein paar Ports an Board, USB 3.0 hingegen nicht und muss nach wie vor über einen extra-Controller realisiert werden. Damit wird Intel Konkurrent AMD schon seit seit einiger Zeit vollausgestatte Boards anbieten. Warum man aber für USB 3.0 genau wie die Kanadier auf einen Extra-Chip setzt,bleibt ein Rätsel.
5GT/s PCIe 2.0 ist dafür dabei, was das bisherige Geschwindigkeitslimit für S-ATA III und USB 3.0 Zusatzchips aushebelt. Neben Crossfire ist der kommende P67-Chipsatz auch SLI-kompatibel, maximal 2x PCIE 8.0 Lanes stehen im Dual-GPU Betrieb zur Verfügung.
Technisch gibt es einen Haufen Optimierungen. Neu ist, dass der Uncore-Bereich der i-Serie Prozessoren, der bei Intel die Northbrige Funktionen (unter anderem den Speichercontroller) auf die CPU verlagert hat, nun System Agent heisst. 10-30% Leistungsgewinn sind unter dem Strich für die CPUs zu erwarten.
Größere Innovationen sind bei der integrierten GPU zu erwarten. Doppelte Leistung im Vergleich zur aktuellen Generation an IGPs ist ein Wort. Erreicht wird dies durch ein Redesign der integrierten Grafikeinheit. Diese ist nun unabhängig von der CPU, kann unabhängig von dieser getaktet und mit Strom versorgt werden, neben optimierungen zur Flexiblität und zur Rechenleistung.
Optimiert wurde auch der Turbo-Modus. Dieser betrifft nun CPU und GPU, wobei die TDP auch Temperaturabhängig ist. Da eine Chip unter Last eine Temperatursteigerung verzeichnet, kann aus dem Idle sehr hohe Rechenleistung kruzfristig abgerufen werden, die deutlich über Nominaltakt liegt. Mit zunehmender Erwärmung wird diese dann reduziert, um auf bestmölichem Niveau an der TDP zu bleiben. Außerdem kann zwischen CPU und GPU variiert werden – in Grafiklastigen Anwendungen wird Power von der CPU an die Grafikeinheit abgegeben.
Übertakter werden hingegen weniger Freude haben: Neben dem Multiplikator ist nun auch der BCLK fix. Nur spezielle “k” Modelle überlauben das Übertakten über den Multiplikator. Einige CPUs sollen einen nach oben hin begrenzt offenen besitzen, wenige Stufen über dem des Turbo-Modus. Schlechte Nachrichten für Fans von Low-Budget Prozessoren – viel wird nicht mehr zu holen sein.
Weiterführende Links im Überblick:
Architektur ausführlich erklärt bei anandtech (englisch)
Featurelist der neuen CPUs bei Computerbase
Chipsatz-Specs bei Computerbase
Tags: Intel, Sandy Bridge



