PCT Check: Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen
| All Solid Caps | Boot from USB/PCI/DVD | ||
| Hersteller der Kondensatoren | Nichicon FL-Serie | Funktioniert eine PCIe 1x Karte in zusätzlichen PEG Ports? | |
| PCIe Switch Chip | PLX PEX8608 | SPD Timings korrekt ausgelesen? | |
| Verwendeter Spannungcontroller VCore | Chill CHL8328 | Stabilitätstests bestanden? | |
| Verwendeter SuperIO-Chip | Nuvoton NCT6776 |
PCI/USB Kompatibilitätstest bestanden? * | |
| Verwendeter Audiocodec | Realtek ALC892 | Betrieb des Speicher mit CR1T / DDR3 1600 / CL7 möglich? | |
| Verwendeter FireWire Chip | VIA VT6315N | Werden manuell eingestellte Ram-Timings im Bios richtig übernommen? | |
| Verwendeter Netzwerkcontroller | Broadcom BCM57781 | Funktion S3 Standbymodi? | |
| Verwendete USB3 Controller | EtronTech EJ168A | Funktion S4 Standbymodi? | |
| Verwendeter PCI Controller | ASMEDIA AMS1083 | C1E Option im BIOS vorhanden/deaktivierbar? | |
| Funktioniert Boot from Keyboard? | C6 Option im BIOS vorhanden/deaktivierbar? | ||
| Funktioniert Wake-on-Lan? | Funktion SpeedStep | ||
| Funktioniert Resume on Keyboard | Funktion Turbo-Modus | ||
| Funktioniert Resume on USB | Funktion Turbo Modus mit OC |
* Betrieb mit verschiedenen USB/PCI Geräten
-> Funktioniert ohne Einschränkungen,
-> Funktioniert mit Einschränkungen,
-> Funktioniert nicht oder nur schlecht
Beim Alltagstest der ASRock-Platine zeigten sich keine Auffälligkeiten. Allerdings möchten wir an dieser Stelle nochmal auf die generell bekannten Probleme der EtronTech USB3 Controller hinweisen.So funktioniert unser DVB-T Stick mit AFA-Controller an dem USB3 Port nicht (System hängt sich beim Senderdurchlauf auf). Am USB2 Port funktioniert er einwandfrei. Da die Treiber für den Stick aber auch bereits sehr alt sind kann dies auch mit dem Treiber zusammenhängen und nicht am EtronTech Controller liegen. Einige andere Nutzer haben aber Probleme mit externen Festplatten auf Basis des JMicron Controllers. Näheres dazu findet Ihr im Forum.
Wie auf den CPU-Z Screenshots ersichtlich, arbeiten alle Turbo-Modi der Intel CPU einwandfrei. Auffällig ist aber auch, dass der BCLK standardmäßig bei 99.8 MHz und nicht bei 100 MHz liegt. Dieser kleine Unterschied stellt in der Praxis aber kein Problem da, sollte aber bei der Betrachtung der Benchmarks immer beachtet werden, solange man Performanceunterschiede im Prozentpünktchenbereich für relevant erachtet. Indem man die “Spread Spectrum” Option auf “disabled” stellt kann man den Takt auch auf korrekte 100 MHz fixieren.
Die VCore Spannung der Platine ist stabil. Auffällig ist, dass die am Messpunkt anliegende Spannung grundsätzlich etwas höher ist als die Spannung die CPU-Z oder AXTU anzeigt. ASRock bietet im BIOS eine Loadline-Calibration Option. Die unterschiedlichen Level passen die Spannung unter Last dabei wie folgt an.
| LLC Einstellung | Am Messpunkt anliegend (unter Last) in V | Im BIOS eingestellte Spannung in V |
| Level 1 | 1,317 | 1,300 |
| Level 2 | 1,297 | 1,300 |
| Level 3 | 1,276 | 1,300 |
| Level 4 | 1,256 | 1,300 |
| Level 5 | 1,238 | 1,300 |
Beim “Level2″ entspricht die im UEFI eingestellte Spannung ziemlich genau der unter Last anliegenden Spannung. Dies ist vor allem für Overclockingexperimente gut zu wissen.
Die VDimm Spannung der Platine ist nach wie vor etwas zu hoch. ASRock setzt per default 1.59V. Am Messpunkt liegen dabei genau 1.590V an. Die Jedec sieht eigentlich 1.5 (+/- 5%) V vor. Die “Auto”-Einstellunge ist bei ASRock also nach wie vor zu hoch. Die Spannung lässt sich aber im UEFI problemlos auf die vorgesehen 1.50V einstellen. Dies empfehlen wir auch ausdrücklich. Des Weiteren unterstützt die Platine auch Low-Voltage (LoVo) Riegel. Die minimale VDimm-Spannung liegt bei 1.20V.
Lüftersteuerung und Chipsatztemperaturen
Das Z68 Extreme4 bietet insgesamt sechs Lüfteranschlüsse. Von diesen Anschlüssen sind zwei für den Anschluss eines CPU-Lüfters vorgesehen, wobei einer als drei Pin sowie einer als 4 Pin Variante ausgeführt ist. Zudem gibt es vier Anschlüsse für Gehäuselüfter. Zwei hiervon sind zwei als 4 Pin Version ausgeführt (Cha_Fan1,3) und zwei weitere sind als drei Pin Version ausgeführt (Cha_Fan2, PWR-Fan). Die drei Cha_Fan Anschlüsse sind regelbar. Die vier Pin-Anschlüsse können dabei jeweils nur 4 Pin Lüfter, die drei Pin Anschlüsse 3- und 4 Pin Lüfter steuern.
Für die beiden PWM-Lüfter lassen sich 10 verschiedenen Level einstellen, für den drei Pin Anschluss “nur” vier Level. Die Steuerung der beiden CPU-Lüfter-Anschlüsse sowie der Cha-Fan 1 Anschluss lassen sich wie folgt steuern:
Im BIOS findet man hierfür 2 Optionen: Target Level und Target Temperature: Unter Target Level wird die gewünschte Lüftergeschwindigkeit festgelegt, unter Target Temperature wird die Temperatur festgelegt, ab welcher der Lüfter hochdreht. Solange die Temperatur der CPU unterhalb der Target Temperature ist, dreht der Lüfter auf dem vorgegebenen Level. Sobald die eingestellte Temperatur (+ eine gewisse Toleranz) überschritten wird, dreht der Lüfter langsam hoch. Sobald die Temperatur wieder unterschritten wird (auch hier gibt es eine gewisse Toleranz) wird der Lüfter, bis auf den eingestellten Level, wieder heruntergeregelt
Die beiden anderen Anschluss für die Gehäuselüfter sind nicht regelbar. Die Lüftersteuerung kann dabei nicht nur im UEFI sondern auch per AXTU oder (nachdem die Konfigs angepasst wurden) per Speedfan regeln .
Wie üblich haben wir die Lüftersteuerung des Boards kurz getestet. Hierfür wird das System mittels WPrime belastet und alle 10 Sekunden ein Wertepaar aus CPU-Temperatur und Drehzahl notiert. Zu beachten ist hierbei, dass nur alle 10 Sekunden ein Wertepaar vorliegt. Die kontinuierliche Linie dient nur der besseren Visualisierung, sagt aber nichts über tatsächlichen Werte aus.
Man erkennt sehr gut, dass die Lüftersteuerung die Drehzahl zunächst langsam anhebt, bis der maximale Wert erreicht ist. Nach Wegfall der Last fällt die Temperatur schnell wieder ab. Die Lüfterdrehzahl wird langsam abgesenkt.
Zudem möchten wir noch einen Blick auf die Temperaturen werfen. Für diesen Test befand sich der Intel Boxed Lüfter auf dem Board. Dieses war im geschlossenen Gehäuse eingebaut, wobei zwei 80mm Lüfter an der Front sowie ein 120mm Lüfter an der Rückseite für Frischluft sorgen. Zur Messung der Temperatur wurde ein externer Temperatursensor genutzt. Dies ist sicherlich nicht die genauste Methode, auch weil an Hotspots die Temperatur höher liegen kann. Dennoch lässt sich durch diese Messungen abschätzen ob die Temperatur durch eine schlecht konstruierte Kühlkonstruktion zu hoch sind.
Unter Volllast (Prime95 + Furmark) konnten wir im Bereich der Spannungswandler 43°C messen, am Chipsatzkühler betrug die Temperatur 50°C. Beide Temperaturen sind außerhalb des kritischen Bereichs.
Linuxbetrieb
Unser obligatorischer Linux-Test mit der Ubuntu Live CD in der Version 11.04 funktionierte problemlos. Sound, SATA (AHCI), IDE und der Netzwerkcontroller funktionierten tadellos. Der USB3 (EtronTech EJ168A) Controller wird von Ubuntu 11.04 allerdings noch nicht erkannt.
Lucid Virtu Technologie
Für die Platine hat ASRock die Lucid Virtu Technologie lizenziert. Diese ermöglicht es eine dedizierte Grafikkarte sowie die Grafikeinheit der Intel CPUs gleichzeitig zu betreiben. Zu unterschieden sind hierbei zwei Betriebsmodi. Der „Virtu i“ sowie den „Virtu d“ Modus. Im „i“-Modus wird der Monitor an die Ausgänge am Mainboard angeschlossen. Während des Desktop-Betriebs kann die dedizierte Grafikkarte somit vollständig in den Idle-Modus versetzt werden. Allerdings wird diese nicht ganz abgeschaltet. Im 3D Betrieb rendert die diskrete Grafikeinheit die Bilder, diese werden aber letztlich über die IGP ausgegeben.
Im „d“-Modus wird der Monitor direkt an die dedizierte Karte angeschlossen. Die IGP ist gleichzeitig aber aktiv.
Um den Nutzen der Virtu Technologie zu testen haben wir einige Benchmarks angestellt. Zu beachten ist hierbei, dass als Grafikkartentreiber der Catalyst 11.5 zum Einsatz kommt. Die Ergebnisse sind also nicht mit den Benchmarks weiter unten vergleichbar.
| Virtu i | Virtu d | Radeon HD 6850 alleine | |
| Stalker 1920x 1080, Extreme – min FPS | 19 | 28 | 25 |
| Stalker 1920x 1080, Extreme – avg FPS | 23 | 34 | 34 |
| Wold in Conflict 1920×1080, max Details – min FPS | 65 | 73 | 73 |
| Wold in Conflict 1920×1080, max Details –avg FPS | 38 | 41 | 41 |
| Futuremark 3D Mark 11 | P3742 | P3770 | P3765 |
| Cyberlink Media Espresso * (hh:mm:ss) | 00:00:21 | 00:00:18 | 00:00:58 |
| Leistungsaufnahme Idle | 76 W | 76 W | 74 W |
*Zeit zum konvertieren eines knapp 2 minütigen 1080p Trailers mittels h264 Codec.
Wie zu sehen ist, kann vor allem Media Espresso von der Nutzung der Intel Grafikeinheit profitieren. Hier kann Intels Quick Sync Video seine stärken ausspielen. Wirklich überzeugen kann aber nur der “Virtu d” Modus. Hier gibt es kaum einen Performanceverlust. Der „Virtu i“ Modus zeigt vor allem in STALKER einen starken Performancerückgang. Einige Anwendungen (Far Cry 2) wollten im i-Modus erst garnicht starten. Vorteile bei der Leistungsaufnahme konnten wir nicht erkennen, was auch nicht verwundert, da die dedizierte Grafikkarte nicht abgeschaltet wird.
Intel Smart Response Technologie
Zum Test der Intel Smart Response Technologie wurde die Samsung HD502HJ Systemplatte durch eine Crucial C300 64GB SSD verstärkt. Um Smart Response nutzen zu können muss der Intel SATA-Controller im BIOS im Raid Modus konfiguriert sein. Windows muss auf der Festplatte installiert werden und die Intel RST Treiber installiert werden. Diese sind für die Nutzung von Smart Response zwingend erforderlich. Es braucht kein Raid-Volumen im BIOS konfiguriert werden. Die Konfiguration erfolgt direkt im RST. In unserem Test kamen die RST Treiber 10.5.0.1027 zum Einsatz.
Alltagstests
| Samsung HD502HJ | Samsung HD502HJ + Crucial C300 64GB | |
| Systemstart Windows 7 * | 25s | 22s |
| Start FireFox 5 | 2,2s | 1,3s |
| Start GIMP 2 | 4,1s | 2,4s |
| Start World in Conflict Demo | 7,8s | 5,3s |
| kopieren von 19,9GB großem Ordner (12180 Dateien) | 07:39 (mm:ss) | 09:06 (mm:ss) |
*Zeit vom Starten des Rechners bis zum Erscheinen des Loginbildschirms
Cristal Disk Mark Ergebnisse
| Samsung HD502HJ | Samsung HD502HJ + Crucial C300 64GB | |
| Seq lesen | 133,7 MB/s | 296,6MB/s |
| 512k lesen | 46,64 MB/s | 286,9 MB/s |
| 4k lesen | 0,566 MB/s | 29,72 MB/s |
| 4k-QD32 lesen | 1,81 MB/s | 228,9 MB/s |
| Seq schreiben | 130,9 MB/s | 74,68 MB/s |
| 512k schreiben | 55,41 MB/s | 74,92 MB/s |
| 4k schreiben | 1,166 MB/s | 56,43 MB/s |
| 4k-QD32 schreiben | 1,203 MB/s | 78,75 MB/s |
AS SSD Benchmark
| Samsung HD502HJ | Samsung HD502HJ + Crucial C300 64GB | |
| Seq lesen | 128,3 MB/s | 267,22 MB/s |
| 4k lesen | 0,54 MB/s | 25,93 MB/s |
| 4k-64 lesen | 1,14 MB/s | 203,39 MB/s |
| Zugriffszeit lesen | 13,728 ms | 13,766 ms |
| Seq schreiben | 126,7 MB/s | 67,05 MB/s |
| 4k schreiben | 1,10 MB/s | 44,54 MB/s |
| 4k-64 schreiben | 1,11 MB/s | 66,63 MB/s |
| Zugriffszeit schreiben | 3,341 ms | 0,791 ms |
Wie aus den Benchmarks zu erkennen ist, profitieren viele Anwendungen von der Smart Response Technologie. Wichtig ist dabei, dass die Verbesserungen stark von der SSD abhängen. Die getestet Crucial SSD ist beim Schreiben sehr schwach. Dies erklärt auch die Probleme bei dem Kopiertest. Der generelle Alltagseindruck ist ebenfalls sehr gut. Häufig gestartete Anwendungen profitieren spürbar von der SSD. Allerdings braucht SRT 1-2 Starts der Anwendungen um diese Cache zu können.
Die Konfiguration von SRT ging dabei auch sehr leicht von statten. Zudem lässt sich das Caching im RST leicht abschalten um die SSD wieder anderweitig nutzen zu können. Problematisch ist natürlich, dass man durch SRT etwas Datensicherheit verliert. Dateien werden unter Umständen nicht direkt auf die HDD sondern auf die SSD geschrieben. Es ist dabei besonders wichtig das Caching, wenn man auf SRT wieder verzichten möchte, wieder über das RST zu beenden. Nähere Details zur Konfiguration findet Ihr bei ASRock. Fragen könnt ihr wie immer bei uns im Forum loswerden ;)
ASRock ON/Off Play
ASRock On/Off Play wurde vor kurzem neu eingeführt. Hinter der Technologie versteckt sich nichts weiter, als die Möglichkeit auch im ausgeschaltetem Zustand (bzw, S3) ein Audio-Signal über den Line-In durchzuschleifen und über die am PC angeschlossenen Boxen wiederzugeben. Hierfür legt ASRock direkt ein passendes 3,5mm Klinke-Klinke-Kabel bei. Im Test funktionierte On/Off Play soweit problemlos. Allerdings verschwindet der Sound während des Herunterfahrens bzw Übergang in den S3 kurz.
Interessant ist dies vor allem für diejenigen, die ihre Boxen nur am Computer angeschlossen haben, aber trotzdem (auch im ausgeschalteten Zustand) gerne Musik vom Handy, MP3-Player etc hören möchten.
Bootzeit
Gerade mit Blick auf UEFI und den angeblichen Verbesserungen der Bootzeit sind entsprechende Ergebnisse interessant. Allerdings hängt die Bootzeit sehr stark von allen zusätzlichen Controllern des Mainboards ab, was vergleiche zusätzlich erschwert. Dennoch möchten wir entsprechende Vergleichswerte liefern, wobei diese mit einer gewissen Vorsicht genossen werden sollten. Wir messen hierfür die benötigte Zeit vom Anschalten des Systems bis zum erscheinen des Windows Login-Screens. Dabei werden drei Messungen gemacht, der Mittelwert berechnet und auf die volle Sekunde auf/abgerundet.
| Bootzeit | |
| ASRock P67 Extreme 6 | 30 Sekunden |
| Gigabyte GA-P67A-UD4 | 43 Sekunden |
| Sapphire P67 Pure Black Hydra | 26 Sekunden |
| ECS H67H2-I | 28 Sekunden |
| ASRock Z68 Extreme4 | 25 Sekunden |
Das Z68 Extreme4 kann in Sachen Bootzeit überzeugen.
ASRock AXTU
Hinter dem ASRock AXTU Tool versteckt sich ein Programm zum Übertakten des Systems unter Windows. Gleichzeitig lassen sich alle wichtigen Sensorinformationen auslesen sowie die Lüftersteuerung konfigurieren. Letzten beide Dinge funktionieren gut. Der Overclockingteil könnte allerdings noch deutlich verbessert werden. Der CPU-Multiplikator lässt sich aktuell z.B. nicht “on the fly” ändern, sondern benötigt einen Neustart. Auch eine Möglichkeit des automatisierten Minimieren des Programms nach dem Systemstart wäre wünschenswert.
RightMark Audio Test 6.2.3
| Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB |
+0.07, -0.13
|
Very good
|
| Noise level, dB (A) |
-76.9
|
Average
|
| Dynamic range, dB (A) |
76.9
|
Average
|
| THD, % |
0.130
|
Average
|
| THD + Noise, dB (A) |
-52.7
|
Poor
|
| IMD + Noise, % |
0.259
|
Average
|
| Stereo crosstalk, dB |
-76.0
|
Very good
|
| IMD at 10 kHz, % |
0.326
|
Average
|
| General performance |
Good
|
Die Gesamtperformance des Onboardsounds ist insgesamt gut, laut dem Rightmarkt Audio 6.2.3. Auffälligkeiten gab es hier nicht.
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