Testsystem Teil 1
- BIOS F1/F2 (Alltagstest)
- AMD A6-3650 (zur Verfügung gestellt von AMD)
- Samsung Spinpoint F3 HD502HJ (Systemplatte)
- Crucial C300 64GB (Nur Festplattenbenchmarks)
- Enermax Liberty 500W
- F3-14900CL9D-8GBSR
- DDR3 1866 9-10-9-10
Verwendete Treiber
- Windows 7 Prof SP1 64 Bit
- AMD Catalyst 11.7 Grafiktreiber
- Catalyst 11.7 Southbridgetreiber
- Catalyst 11.7 AHCI-Treiber
- Realtek R2.62 Audio Treiber
- Etron Treiber 1.00.0000.0104
Der Chipsatz
Mit dem Llano APUs hat sich auch in Sachen Chipsätzen einiges bei AMD geändert. Hervorzuheben ist hierbei vor allem, dass nun auch der PCIe-Controller (ähnlich wie bei Sandy Bridge von Intel) in die CPU gewandert ist. Hierdurch ist kein zusätzlicher Chipsatz mehr nötig, der die PCIe Lanes zur Verfügung stellt.
Bei Llano kann AMD daher auf ein reines Ein-Chip Design setzen, bei dem der Chipsatz nur noch für die Peripherie zuständig ist. Hier bietet der A75 Chipsatz unter anderem 6 SATA3 und 4 USB3 Ports.

Des Weiteren gibt es 10 USB2 und zwei USB 1 Ports. Angebunden wird der Chipsatz über ein Unified Media Interface (UMI) mit 2GB/s. Da die Anbindung auf 2GB/s beschränkt ist, sollten bandbreitenhungrige Geräte nach Möglichkeit nicht an die PCIe Ports, die der Chipsatz ebenfalls zur Verfügung stellt, angeschlossen werden. Hier könnte die Anbindung zum Flaschenhals werden.
Spezifikationen des Gigabyte GA-A75-D3H
CPU
- Unterstützt Sockel FM1
- Unterstützt AMD APUs der A und E Serie
- Maximale TDP 100 Watt
Chipsatz
- AMD A75 Chipsatz
Arbeitsspeicher
- 4x DDR3 Slots mit einer maximalen Kapazität von 64GB
- Unterstützt Dual Channel DDR3 1066/1333/1600/1866MHz
Expansion Slot
- 2x PCIe 2.0 PEG Slots (blau)
- angebunden per 16x/4x
- unterstützte AMD CrossFireX
- 3x PCI Slots
- 2x PCIe 1x Anschluss
Audio
- Realtek ALC889 7.1. HD-Audio Codec
LAN
- Gigabit LAN 10/100/1000
- Realtek RTL8111E
USB3
- 4x Anschlüsse am ATX Panel
- zwei realisiert durch A75, zwei realisiert durch EtronTech EJ168
- 1x USB3 Header für 2 Anschlüsse realisiert durch A75
Interne Anschlüsse
- 5x SATA3 mit Unterstützung von Raid (0,1,5,10) durch A75
- 1x USB 3 Header, unterstützt 2 Ports
- 4x USB2 Header, unterstützt 8 Ports
- 1x CPU-Lüfteranschluss (4 Pin)
- 3x Gehäuselüfteranschluss (2x 3 Pin, 1x 4 Pin)
Anschlüsse am ATX Panel
- 1x PS/2
- 1x DVI
- 1x D-Sub
- 1x HDMI
- 1x optischer SPDIF Ausgang
- 2x USB 2.0
- 4x USB3
- 1x eSATA3
- realisiert durch A75
- HD Audio Jack: Side Speaker / Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Microphone
- 1x RJ-45 LAN Port
All Solid Capacitors
- Bei dem Board kommen Feststoffkondensatoren und Feritcore Spulen zum Einsatz
Herstellerangaben laut gigabyte.com
Die Ausstattung der Platine ist gut. Wie bereits erwähnt gibt es 5 SATA3, einen eSATA3 und insgesamt 6 USB3 Ports. Zum Anschluss von Lüftern bietet die Platine insgesamt 4 Anschlüsse, ein 4 Pin Anschluss für die CPU sowie drei Anschlüsse (einmal 4 Pin) für Gehäuselüfter.
Das Blockdiagramm von Gigabyte zeigt die Anbindung der Peripheriecontroller. Auffällig ist hierbei, dass der Etron USB3 Controller über die PCIe Lanes des A75 Chipsatz angebunden ist. Eigentlich hat der A75 Chipsatz nur 4 Lanes, die alleine durch den zweiten PEG Port belegt wären. Da laut dem Blockdiagramm nur 19 PCIe Lanes der APU belegt sind, vermuten wir, dass der Etron -Controller direkt über die APU angebunden ist. Leider haben wir noch kein aktualisiertes Blockdiagramm von Gigabyte erhalten.
Impressionen des GA-A75-D3H
Der Lieferumfang des Boards ist eher mau. Es liegen bei:
- 1x Treiber CD
- 1x Handbuch + 2x Beilagen
- 1x ATX-Blende
- 4 x SATA Kabel (blau), davon 2 abgewinkelt
Das Layout der Platine ist unauffällig. Gigabyte positioniert die 5 SATA3 Ports am unteren Ende der Platine direkt neben dem A75 Chipsatz. Vier der fünf Anschlüsse sind abgewinkelt. Mit langen Erweiterungskarten im zweiten PEG Port könnte es somit zu Problemen mit dem fünften Anschluss kommen. Allerdings legt Gigabyte abgewinkelte SATA Stecker bei um diesen Problemen aus dem Weg zu gehen.
Verbesserungswürdig ist die Position der CMOS Batterie. Soll diese entfernt werden, muss auch die Grafikkarte im ersten PEG Slot entfernt werden. Der CMOS-Clear Jumper zum löschen des BIOS ist hingegen gut positioniert (direkt über dem System Panel Header). In beiden PCIe 1x Slots lassen sich zudem problemlos lange PCIe Karten nutzen, allerdings könnte der zweite PCIe 1x Slot in einigen Systemen durch eine separate Grafikkarte verdeckt werden.
Die Stromanschlüsse der Platine sowie alle wichtigen Header sind sehr gut positioniert und problemlos zu erreichen. Allerdings könnte der Abstand zwischen dem CPU-Sockel und den Speicherslots größer sein. In unserem Testsystem kollidierten die G.Skill Sniper Module im ersten Slot mit dem Zerotherm NV 120 Kühler und konnten daher nur in den hinteren Slots genutzt werden. Mit niedrigeren Speichermodulen tritt das Problem nicht auf.
Sicherlich kommt in vielen Llano Systemen ein solch ausladender Kühler nur selten zum Einsatz. Hier empfiehlt es sich aber trotzdem vorab zu klären, ob der Kühler mit den gewünschten Module problemlos in das System passt.
Werfen wir abschließend ein Blick auf die Spannungsversorgung der Platine. Hier setzt Gigabyte auf ein 4+1 Phasen Design. Zum Einsatz kommen Ferit-Chokes und 4 Low RDS(On) Mosfets pro Phase. Bei der gesamten Platine werden Feststoffkondensatoren verwendet.
- Bei (1) der ITE8720F Super-IO Controller
- Bei (1) der ALC 889 Soundchip und bei (2) der RTL8111E Netzwerkcontroller
- Die ATX Blende
- Die Spannungswandler im Detail. Es gibt 5 Phasen mit jeweils 4 Mosfets.
- Der Spannungscontroller für die VCore (1)
- Der untere Teil des Boards
- Mittig das System-Panel Header, links davon die USB3 Header
- Die 5 SATA Ports
- Bei (1) der EtronTech E168A Controller
- Der Sockel FM1
- Die 4 DDR3 Speicherslots
- Die beiden PEG Ports
- Der Kühler auf dem A75 Chipsatz
- Die onboard-Header im Detail
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