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ASRock 970 Extreme3

UEFI und OC

Seit den Intel Sandy Bridge Boards setzt ASRock auf ein UEFI, das mittlerweile auch bei allen aktuellen AMD Mainboards zum Einsatz kommt. Hierbei greift ASRock zu einer Variante von AMI.

Im “OC Tweaker” Menü des UEFI befinden sich umfangreiche Optionen zum Übertakten der CPU.  Hier lassen sich unter anderem der CPU-Takt sowie die wichtigsten Spannungen variieren. In einem weiteren Untermenü lassen sich Speichertakt und Timings anpassen. Mittels der UCC Option lassen sich zudem deaktivierte CPU-Kerne freischalten. Der Umfang der hier auswählbaren Spannungen ist groß und reicht für für viele Overclocking- und Undervoltingexperimente aus.

Im Advanced-Untermenü lassen sich weitere wichtige CPU- und Peripherieoptionen steuern. So lässt sich CnQ oder C1E deaktivieren, sowie die wichtigsten Onboardcontroller de-/aktivieren. Allerdings fehlt eine Möglichkeit den Betriebsmodus des Speichercontrollers bei Phenom II CPUs zu ändern (ganged/unganed). Im ACPI-Untermenü kann man schließlich alle Wakeup-Events steuern.

Neben diesen Features bietet das UEFI zudem eine ausführliche Lüftersteuerung (weitere Details im nächsten Abschnitt) sowie ein im UEFI integriertes Flashtool.

Während des Betriebs mit dem UEFI konnten wir keine Probleme feststellen. Alle vorhanden Optionen funktionieren einwandfrei.

Solltet Ihr Fragen zu bestimmten BIOS-Optionen haben, so werft einen Blick in unser Forum. Abschließend noch mal ein Blick auf die Overclockingoptionen im Detail:

CPU-Multi 8-31.5 (in 0.5er Schritten)
CPU Northbridge Multi 5 – 31 (in 1er Schritten)
Referenztakt 150– 500 MHz (in 1er Schritten)
HTT-Multi 1 –12 (in 1er Schritten)
VCore +0,60 V – 2.00V (in 0.025V Schritten)
CPU NB Voltage +0,60 V – 2.00V (in 0.025V Schritten)
VDimm 1.25 – 2.065V
Speicherteiler 4/5.33/6.66/8.00 (mit PII X3 720)
HT Link Voltage 1.21 – 1.40V
NB Voltage (970 Chipsatz) 1.10 – 1.40V
CPU VDDA Voltage 2.56 / 2.70V
DRAM VTT Voltage 1.81 / 1.92 V
PCI/PCIe Fix? Ja (PCIe -Takt von 75 -250 MHz einstellbar)
Einstellbare Speichertimings tCL, tRCD, tRP, tRAS, CR, tRC,tWR,tRFC, tRRD, tWTR, tRTP, tFAW

ASRock UCC

Mit der UCC  Option von ASRock können einfach deaktivierte Kerne der CPUs freigeschaltet werden. Während unseres Tests funktionierte dies mit unserem Phenom II X3 720 problemlos. Wir konnten keine Besonderheiten, wie etwa Bootprobleme etc., feststellen.

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ASRock 970 Extreme3 – UCC schaltet CPU-Kerne frei

Hinweis: Nicht jede Phenom II X3 CPU muss sich zwangsläufig freischalten lassen. Bei einigen CPUs funktioniert der Mod offenbar nicht. Bei anderen ist der vierte Kern defekt.

Undervolting

Zum Test der Undervoltingfähigkeit wird die VCore Spannung der CPU im BIOS auf 1.10V festgesetzt und der maximal mögliche Takt mit diesen Einstellungen ausgelotet. Dieser lag beim 970 Extreme3 bei 2.6 GHz. Unter Last hatte die Platine somit eine Leistungsaufnahme von 121 Watt, während es unter Idle 95 W waren (default 151/84 Watt).

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970 Extreme3 Undervoltingergebnisse – 2.6 GHz bei 1.1 V

Hinweis: Wie beim Overclocking sind auch beim Undervolting die erzielten Ergebnisse von der jeweiligen CPU abhängig!

 

Overclocking

Mainboard Eingestellte Spannung Spannung am Messpunkt unter Last Spannung laut Software unter Last Erreichter CPU-Takt (stabil Wprime 1024M)
Gigabyte GA-970A-UD3 1,425V - 1,44V 3624 MHz
Gigabyte GA-970A-UD3 1,325V - 1,344V 3423 MHz
ASRock 970 Extreme3 „LLC Auto“ 1,425V 1,479V 1,432 V 3636 MHz
ASRock 970 Extreme3 „LLC Auto“ 1,325V 1,363V 1,336 V 3366 MHz
ASRock 970 Extreme3 „LLC Enabled“ 1,425V 1,417V 1,416V 3517 MHz
ASRock 970 Extreme3 „LLC Enabled“ 1,325V 1,321V 1,320V 3316 MHz

Wir haben die OC-Tests einmal mit der LLC-Auto-Einstellung sowie einmal mit LLC-Enabled durchgeführt. Mit der LLC-Auto-Einstellung übervoltet das Board deutlich (zumindest am Messpunkt). Unterm Strich verliert das ASRock 970 Extreme3 hier deutlich gegen das GA-970A-UD3.

Update am 21.1.2012:

Wir haben mit ASRock bzg. der LLC-Option gesprochen. ASRock hat uns dabei darauf aufmerksam gemacht, dass die VCore nicht am Messpunkt “VT1″, den wir genutzt haben, gemessen werden sollte, sondern direkt am Spannungscontroller. Wir haben die VCore daher entsprechend nochmal unter Last/Idle nachgemessen.

LLC disabled/Auto ohne Last LLC disabled/Auto CPU-Last LLC enabled ohne Last LLC enabled CPU-Last
Messpunkt VT1 1.3850 V 1.350 V 1.333V 1.343V
Messpunkt Vcore Controller 1.343V 1.358V 1.329V 1.314V

Es zeigt sich, dass die tatsächliche Spannung  insgesamt etwas niedriger ist als am Messpunkt VT1. Dies lässt sich OC-Ergebnise insgesamt in einem etwas besserem Licht dastehen. Gleichzeitig zeigt sich, dass das “LLC enabled”, dazu führt, dass es einen leichten VDROOP gibt. Die Spannung sinkt bei anliegender  Last entsprechend leicht ab. Die Spannung liegt somit leicht unter den 1.325V, die im BIOS fest eingestellt sind. Nach Angaben von ASRock ist dies auch so gewünscht, wie dem unten stehendem Bild zu entnehmen ist, das uns von ASRock zur Verfügung gestellt wurde.

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Funktionsheise der Loadline Calibration auf dem 970 Extreme3 nach Informationen von ASRock.

 

Hinweis zu den Übertaktungsergebnissen: Da sich jede Komponente unterschiedlich gut oder schlecht übertakten lässt, dienen die oben angegebenen Werte nur als Richtwerte. Keinesfalls können wir euch garantieren, dass die Taktraten mit jedem Board erreicht werden.

Die Spannungen beziehen sich jeweils auf die im Bios eingestellten Werte! Manche Boards over- oder undervolten hier, mehr Infos dazu findet ihr in den entsprechenden Tests der Boards. Der maximale Referenztakt wird ohne Erhöhung der Chipsatzspannung ermittelt.

Stabilitätstests: Aus zeitlichen Gründen ist es uns nicht möglich, sämtliche OC-Settings unter Prime95 o.ä. über einen längeren Zeitraum auf Stabilität zu testen. Als “Stabil” bezeichnen wir hier daher einen problemlosen Durchlauf von WPrime 2.00 1024M und 3DMark 06 (gleichzeitig)

UEFI und OC Seit den Intel Sandy Bridge Boards setzt ASRock auf ein UEFI, das mittlerweile auch bei allen aktuellen AMD Mainboards zum Einsatz kommt. Hierbei greift ASRock zu einer Variante von AMI. Im “OC Tweaker” Menü des UEFI befinden sich umfangreiche Optionen zum Übertakten der CPU.  Hier lassen sich unter anderem der CPU-Takt sowie die wichtigsten …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Mit dem 970 Extreme3 bietet ASRock ein gutes Mainboard für AM3+ Nutzer, die auf Ausstattungsfeatures wie CrossFire (in 8x/8x Konfiguration), Front-USB3 oder viele SATA3 Ports verzichten können. Dafür punktet die Platine mit einem guten Layout, einem umfangreichem UEFI mit guten OC-Optionen, einem guten Alltagseindruck sowie einer großen Anzahl (regalbarer) Lüfteranschlüsse. Gut ist zudem die USB-Performance (dank XFAST USB) sowie die Leistungsaufnahme. Nicht so gut sind hingegen die Übertaktungsergebnisse. Preislich wechselt das Board für knapp unter 70€ den Besitzer (Stand 8.1.2012), womit die Platine das aktuell günstigste AM3+ Mainboard mit AMD 970 Chipsatz ist.

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6 Kommentare

  1. So wie ich das von den Ergebnissen und von diverse Info aus dem Internet sehe, ist die Idee der Load Line Calibration genau im Gegenteil – und zwar den Vdrop zu minimieren. Da ist ja das besser geklärt: http://bit.ly/zWiVfV

  2. Ich verstehe gerade dein Posting nicht so ganz bzw stehe auf dem Schlauch. Was genau willst du sagen? :)

  3. Sehr Guter Bericht!!!

  4. Hallo Mariano,

    seit gestern gibt es eine neuere Version des Board auf der Asrock-Seite: 970 Extreme3 R2.0
    Was ist der Unterschied zur getestetn Version?

    Ich habe gelesen, dass die AM3+ Boards optimiert sein sollen für die neue FX-Prozessor-Serie und die Phenom II Prozessoren dabei nicht ihre ganze Performance entwickeln können. Ihr habt ja mit einem Phenom II getestet. Arbeitet er wirklich schlechter als auf einem alten AM3 Board?

    Gruß Robin

  5. Hallo,

    Zu der neune Version gibt es hier etwas:

    http://forum.pctreiber.net/threads/15496-ASRock-970-Extreme3-R-2-0-und-970-Pro-3-R-2-0?goto=newpost

    Ich habe das Board damals nicht mehr direkt gegen ein “echtes” AM3 Board antreten lassen. Möglich ist, dass sich aufgrund von anderen BIOS defaults/Timings die Performance etwas verringert wurde. Das sollten aber nicht mehr als 1-2 Prozent sein.

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