PCT Check: Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen
| All Solid Caps | Funktioniert eine PCIe 1x Karte in zusätzlichen PEG Ports? | ||
| Hersteller der Kondensatoren | ?? | SPD Timings korrekt ausgelesen? | |
| verwendeter Clockgenerator | ICS 9LPRS477CKL | Stabilitätstests bestanden? | |
| Verwendeter Spannungcontroller VCore | CHIL 8104 | USB Kompatibilitätstest bestanden? * | |
| Verwendeter SuperIO-Chip | Nuvoton NCT6776F | Betrieb mit DDR3 1600/CL7/1T möglich? | |
| Verwendeter Audiocodec | Realtek ALC892 | Werden manuell eingestellte Ram-Timings im Bios richtig übernommen? | |
| V/erwendeter FireWire Chip | - | Funktion S4 Standbymodi? | |
| Verwendeter Netzwerkcontroller | Realtek RTL8111E | Funktion S3 Standbymodi? | |
| Maximal unterstützte TDP | 140W | Funktion Cool and Quiet (CnQ)? | |
| Funktioniert Boot from Keyboard? | Funktioniert CnQ mit OC? | ||
| Funktioniert Wake-on-Lan? | IOMMU vorhanden / deaktivierbar | ||
| Funktioniert Resume on Keyboard | Funktioniert Resume on USB | ||
| Boot from USB/DVD |
* Betrieb mit verschiedenen USB- Geräten
-> Funktioniert ohne Einschränkungen,
-> Funktioniert mit Einschränkungen,
-> Funktioniert nicht oder nur schlecht
Im Alltagsbetrieb konnten wir nur kleine Probleme mit dem Board feststellen. Alle wichtigen Features, wie Stromsparmechanismen, Standbymodi oder WOL funktionierten einwandfrei. Auffällig waren aber mal wieder die Probleme mit dem EtronTech USB3 Controller. An diesem ist der stabile Betrieb des vorliegenden DVB-T Sticks (Tevion Model mit Afatech AF9015 Controller) nicht möglich. An den USB2 Ports oder den USB3 Controllern von Renesas/Asmedia funktioniert er. Da die Treiber des DVB-T Controllers aber auch seit längerem nicht mehr aktualisiert wurden, könnte das Problem auch mit den Treibern des Sticks zusammenhängen.
Ein Hinweis zudem noch zur Nutzung von CnQ zusammen mit OC. Dies ist grundsätzlich möglich, aber nur solange über den Multiplikator übertaktet wird. Beim Übertakten über den Referenztakt wird CnQ deaktiviert. Spannungsänderungen werden unter CnQ berücksichtigt.
Der Referenztakt der Platine liegt mit 199.6 MHz leicht unterhalb der AMD Spezifikationen (200 MHz) . Hierdurch werden auch die CPU-, der Speicher- sowie der HT-Bus minimal untertaktet. In der Praxis ist dies kein Problem, bei Benchmarks könnte es zu leichten Nachteilen führen.
Mit den Auto-Einstellungen der Platine liegen unter Last 1.336V (CPU-Z) bzw. 1.363V (Messpunkt) an. Wird die LLC-Option auf “enabled” aktiviert (empfohlen für AM3 CPUs) sind es 1.321V (CPU-Z) bzw 1.320V (Messpunkt). Unter Idle sind es 1.032V (CPU-Z) bzw. 1.035V (Messpunkt). Nennenswerte Unterschiede zwischen LLC Auto/enabled gibt es hier nicht. Insgesamt wird die Spannung somit unter Idle/Last korrekt gesetzt (VID sieht 1.325/1.05V vor). Die Spannungen sind dabei stabil. Nennenswerte Spannungsabfälle konnten wir nicht beobachten. AXTU und CPU-Z zeigen zudem vergleichbare Spannungswerte an.
Update: Die Spannungen am Messpunkt am von uns bisher genutzten Messpunkt waren insgesamt wohl etwas zu hoch, wie dem Update im Abschnitt “UEFI und OC “zu entnehmen ist.
Die VDimm Spannung der Platine liegt mit den Auto-Einstellungen bei 1.50V. Dies entspricht den Spezifikationen der Jedec, die 1.5 +/- 0.075V vorsehen.
Lüftersteuerung und Chipsatztemperaturen
Das ASRock 970 Extreme3 bietet insgesamt sechs Lüfteranschlüsse. Von diesen sechs Anschlüssen sind zwei als vier Pin Version (1x CPU, 1x Gehäuse) ausgeführt. Die anderen Anschlüsse sind als 3 Pin Anschlüsse (1x CPU, 3x Gehäuse) vorhanden. Die beiden CPU-Anschlüsse sowie die drei Cha-Fan Anschlüsse sind regelbar. Die Konfiguration erfolgt im UEFI oder per AXTU. Das Target-Level gibt dabei die Drehzahl vor, die anliegen soll, solange eine entsprechende Grenztemperatur (Target-Temperature für den CPU-Lüfter) nicht überschritten wird. Allerdings können die Anschlüsse hierbei nur Lüfter des passenden Typs regeln. Die vier Pin Anschlüsse regeln entsprechend 4 Pin Lüfter und die drei Pin Anschlüsse 3 Pin Lüfter. Der PWR-Fan Anschluss ist grundsätzlich nicht regelbar.

Übersicht über die Lüfteranschlüsse des Boards: 1: Cha_Fan2 (3 Pin, regelbar), 2: Cha_Fan1 (4 Pin, regelbar), 3: PWR_Fan1 (3 Pin, nicht regelbar), 4: CPU_Fan1 (4Pin,regelbar), 5: CPU_FAN2 (3 Pin, regelbar) und 6: CHA_Fan3(3 Pin, regelbar)
Wir haben die Lüftersteuerung des Mainboards kurz getestet. Dabei kam der Zerotherm Nirvana NV120 zum Einsatz. Belastet wurde das System mit WPrime 1024M. Hierbei wurde die Drehzahl mittels Aida64 2.00 aufgezeichnet (1 Wert jede Sekunden).
Wie zu erkennen ist, funktioniert die Lüftersteuerung soweit gut. Als Target-Temperatur war ein Wert von 50°C festgesetzt, das Target Level lag bei 1. Das Board hält die Drehzahl solange konstant (auch bei CPU-Last), bis die Target-Temperatur überschritten ist. Dann dreht der Lüfter langsam hoch. Nachdem die Temperatur wieder unter die Target-Temperatur gefallen ist, wird die Drehzahl gesenkt. Einziges kleines Manko ist, dass die minimale Drehzahl besser sein könnte.
Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Temperaturen. Unter Volllast im (Furmark + Prime 95) konnten wir mittels eines Temperturfühlers am Chipsatzkühler knappe 59° C messen. Am Kühlkörper der Spannungswandler haben wir 55° C gemessen. Hierbei lief unser ZEROtherm Nirvana NV120 auf Vollast. Die Temperaturen sind nicht kritisch, gerade die Chipsatztemperatur ist allerdings recht hoch. Der verwendete Towerkühler versorgt diesen allerdings auch nicht mit ausreichend Frischluft. Gerade in Systemen mit Towerkühlern und schlechter Belüftung sollte man die Chipsatztemperatur im Auge behalten.
ASRock XFAST Features
ASRock bietet für die Platine sowohl ASRock XFAST USB als auch XFAST LAN an. Nähere Messungen zu XFAST USB findet Ihr im nächsten Abschnitt.
Hinter ASRock XFast-Lan versteckt sich im wesentlichen CFOS Speed, welches ASRock lizenziert hat und Nutzer von ASRock Mainboards kostenfrei nutzen können.
Die Idee hinter CFOS Speed ist, dass die Internetgeschwindigkeit durch Traffic Shapping gesteigert werden kann. Hier wird der Datenverkehr analysiert und bestimmte Datenpakete bevorzugt behandelt. Neben einer schnelleren Downdloadgeschwindigkeit sollen so auch bessere Pings in diversen Onlinespielen möglich sein. In einem Kurztest funktionierte die Software einwandfrei, wobei Vorteile aus unserer Sicht stark subjektiv sind und sich kaum qualitativ darstellen lassen.
Bootzeit
Gerade mit Blick auf UEFI und den angeblichen Verbesserungen der Bootzeit sind entsprechende Ergebnisse interessant. Allerdings hängt die Bootzeit sehr stark von allen zusätzlichen Controllern des Mainboards ab, was vergleiche zusätzlich erschwert. Dennoch möchten wir entsprechende Vergleichswerte liefern, wobei diese mit einer gewissen Vorsicht genossen werden sollten. Wir messen hierfür die benötigte Zeit vom Anschalten des Systems bis zum erscheinen des Windows Login-Screens. Dabei werden drei Messungen gemacht, der Mittelwert berechnet und auf die volle Sekunde auf/abgerundet.
| Bootzeit | |
| Gigabyte GA-970A-UD3 | 33 Sekunden |
| ASRock 970 Extreme3 | 28 Sekunden |
Die ASRock Platine hat bei der Bootzeit leichte Vorteile gegenüber dem Gigabyte-Board.
Linuxbetrieb
Unser obligatorischer Linux-Test mit der Ubuntu Live CD in der Version 11.04 funktionierte problemlos. Sound, SATA (AHCI), IDE und der Netzwerkcontroller funktionierten tadellos. Der EtronTech USB3 Controller wurde aber nicht korrekt erkannt.
ASRock AXTU
Mit AXTU bietet ASRock ein Tool zum Übertakten des Systems an. Dabei lassen sich alle wichtigen Spannungen und Taktraten ändern. In AXTU gibt es neben Overclockingoptionen auf die Möglichkeit die Lüfter zu regeln. Zudem kann ASRock IES über das Tool gesteuert werden, allerdings ist die Abschaltung zusätzlicher Phasen in Hardware integriert und funktioniert auch ohne das Tool.
Zusätzlich bietet AXTU die Möglichkeit die Lüfterdrehzahlen sowie Spannungen auszulesen sowie die Lüftersteuerung zu konfigurieren.
RightMark Audio Test 6.2.3
| Frequency response (from 40 Hz to 15 kHz), dB |
+0.01, -0.07
|
Excellent
|
| Noise level, dB (A) |
-81.1
|
Good
|
| Dynamic range, dB (A) |
81.0
|
Good
|
| THD, % |
0.0038
|
Very good
|
| THD + Noise, dB (A) |
-72.5
|
Average
|
| IMD + Noise, % |
0.037
|
Good
|
| Stereo crosstalk, dB |
-81.2
|
Very good
|
| IMD at 10 kHz, % |
0.029
|
Good
|
| General performance |
Very good
|
Die Gesamtperformance des Onboardsounds ist insgesamt sehr gut, laut dem Rightmarkt Audio 6.2.3. Auffälligkeiten gab es hier nicht.
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Review Übersicht
Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck
Gesamtwertung
ASRock 970 Extreme3
Zusammenfassung : Mit dem 970 Extreme3 bietet ASRock ein gutes Mainboard für AM3+ Nutzer, die auf Ausstattungsfeatures wie CrossFire (in 8x/8x Konfiguration), Front-USB3 oder viele SATA3 Ports verzichten können. Dafür punktet die Platine mit einem guten Layout, einem umfangreichem UEFI mit guten OC-Optionen, einem guten Alltagseindruck sowie einer großen Anzahl (regalbarer) Lüfteranschlüsse. Gut ist zudem die USB-Performance (dank XFAST USB) sowie die Leistungsaufnahme. Nicht so gut sind hingegen die Übertaktungsergebnisse. Preislich wechselt das Board für knapp unter 70€ den Besitzer (Stand 8.1.2012), womit die Platine das aktuell günstigste AM3+ Mainboard mit AMD 970 Chipsatz ist.
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So wie ich das von den Ergebnissen und von diverse Info aus dem Internet sehe, ist die Idee der Load Line Calibration genau im Gegenteil – und zwar den Vdrop zu minimieren. Da ist ja das besser geklärt: http://bit.ly/zWiVfV
Ich verstehe gerade dein Posting nicht so ganz bzw stehe auf dem Schlauch. Was genau willst du sagen? :)
Sehr Guter Bericht!!!
Danke :)
Hallo Mariano,
seit gestern gibt es eine neuere Version des Board auf der Asrock-Seite: 970 Extreme3 R2.0
Was ist der Unterschied zur getestetn Version?
Ich habe gelesen, dass die AM3+ Boards optimiert sein sollen für die neue FX-Prozessor-Serie und die Phenom II Prozessoren dabei nicht ihre ganze Performance entwickeln können. Ihr habt ja mit einem Phenom II getestet. Arbeitet er wirklich schlechter als auf einem alten AM3 Board?
Gruß Robin
Hallo,
Zu der neune Version gibt es hier etwas:
http://forum.pctreiber.net/threads/15496-ASRock-970-Extreme3-R-2-0-und-970-Pro-3-R-2-0?goto=newpost
Ich habe das Board damals nicht mehr direkt gegen ein “echtes” AM3 Board antreten lassen. Möglich ist, dass sich aufgrund von anderen BIOS defaults/Timings die Performance etwas verringert wurde. Das sollten aber nicht mehr als 1-2 Prozent sein.