Fazit
Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen, wollen wir die wichtigsten Dinge zum ASRock Z77 Extreme4-M nochmal zusammenfassen.
- Ausstattung
Das Z77 Extreme4-M ist sicherlich keine Highendplatine, bietet aber alle wichtigen Ausstattungsmerkmale. So hat ASRock die Platine mit 4 USB3 Ports (zwei nur mittels Frontmodul) , 4 SATA3 Ports und zwei SATA2 Ports ausgestattet. Die beiden zusätzlichen SATA3 Ports werden dabei durch einen ASMedia ASM1061 Controller realisiert, wobei einer der zusätzlichen Anschlüsse shared mit dem eSATA3-Anschluss ist.
Zusätzlich bietet das Board GB-Lan, 7.1 HD-Audio und drei verschiedene Monitorausgänge (HDMI, DVI, VGA). Hervorzuheben ist zudem, dass ASRock gleich 5 Lüfteranschlüsse verbaut von denen immerhin 4 Stück regelbar sind.
Bei der gesamten Platine setzt ASRock auf hochwertige Feststoffkondensatoren, die mit goldenem Lack überzogen sind. Bei den Spannungswandlern greift man allerdings nur zu gewöhnlichen DPAK MOSFETs.
Auf der Softwareseite bietet das ASRock Board eine ganze Reihe an zusätzlichen Features wie Lucid Virtu MVP, die Intel Smart Features, die XFAST-Features oder AXTU. Onboardtaster oder eine Debug-LED fehlen allerdings.
- Layout
Auf der Platine geht es aufgrund des kleinen Formfaktors und den gleich drei PEG Slots relativ eng zu. So sind auch beim Layout der Platine einige Abstriche zu machen. Hier fällt zunächst die Position der zwei SATA2-Anschlüsse auf. Beim Einsatz mehrerer Grafikkarten kann es hier durchaus zu Platzproblem kommen. Im Zweifelsfall sollte überprüft werden ob abgewinkelte SATA-Kabel angeschafft werden sollten.
Ein weiteres Problem ist der Abstand zwischen dem ersten Peg Slot und dem CPU-Sockel. Mit großen CPU-Kühler (wie unserem Arctic Freezer 13 Pro) lässt sich der erste PEG-Slot womöglich nicht nutzen. In diesem Falle fällt auch die CrossFire/SLI-Möglichkeit weg. Wer den Einsatz großer CPU-Kühler plant, sollte vorab abklären ob der Kühler passt ohne anderen Slot zu belegen. Der Abstand zwischen Sockel und den Speicherslots ist hingegen groß genug um hier Problem aus dem Weg zu gehen.
Ansonsten sind alle wichtigen Anschlüsse soweit gut positioniert und problemlos zu erreichen. Verwunderlich ist hier die Ballung dreier Lüfteranschlüsse in der oberen linken Ecke.
- Performance
Die Platine zeigt die übliche Performance andere Sockel 1155 Boards. Punkten kann ASRock wie gewohnt vor allem bei der USB-Performance mittels XFAST-USB. Im Hinterkopf sollte man behalten, dass der ASMedia SATA3-Controller nur mittels PCIe 1x angebunden ist. Für schnelle SATA3-SSDs ist das nicht ausreichend.
Die Leistungsaufnahme der Platine ist niedriger als beim Z77 Extreme4, was aufgrund der etwas schwächeren Ausstattung und des kleineren Formfaktors nicht überrascht. Das Gigabyte GA-Z77MX-D3H verbraucht im direkten Vergleich aber noch einige Watt weniger als das Extreme4-M. Hier dürften sich vor allem die hochwertigeren Komponenten bei Gigabyte bezahlt machen. So setzt Gigabyte auf Low RDS(On) MOSFETs, während ASRock DPAK-MOSFETs verwendet.
Insgesamt spielt das Z77 Extreme4-M hinsichtlich der Leistungsaufnahme aber trotzdem im Spitzenbereich mit.
- UEFI und Overclocking
ASRock hat das UEFI der Z77 Boards nochmal deutlich überarbeitet. Das neue Layout wirkt insgesamt etwas aufgeräumter als noch bei den Z68 Mainboards.
Hinsichtlich der OC-Optionen bietet das Board den ähnlichen Funktionsumfang wie beim Full-ATX Ableger. Ein Nachteil ist allerdings, dass ASRock bei dem Board keine Möglichkeit anbietet eine fixe vCore Spannung einzustellen. Dies führt dazu, dass das Übertakten zum Abenteuer werden kann, da die default Spannung vom Takt und der jeweiligen CPU abhängt.
Ansonsten bietet das UEFI eine Reihe an Speichertimings sowie alle wichtigen Optionen zum Einstellen der CPU-Features, Wake-Up-Events und Peripherieoptionen.
Interessant sind zusätzlich die neuen Features Crashless BIOS und Internet Flash. Vor allem das Crashless BIOS macht einen sehr guten Eindruck. Selbst ein trennen des PCs vom Stromnetz während des Flashvorgangs schadet dem System nicht und das Flashvorgang wird beim nächsten Start neu gestartet.
Die Overclockingergebnisse des Boards sind gut. Die Platine kommt nicht ganz an die Ergebnisse der FullATX Boards ran, sind aber deutlich besser als z.B. bei der Gigabyte mATX Platine. Sehr gute gefallen hat uns zudem die Möglichkeit, dass man den Takt nun je nach Auslastung festlegen kann. (Per Core CPU Ratio)
- Alltagstest
Im Alltagsbetrieb hinterlässt das Board insgesamt einen guten Eindruck.
Den Referenztakt setzt ASRock etwas zu hoch an, wodurch es kleine Vorteile in den Benchmarks gibt. In der Praxis sind diese Unterschiede aber nicht relevant. Die Unterschiede zwischen der angezeigten und gemessenen vCore sind hier schon etwas interessanter. So scheint die korrekte vCore Spannung leicht von den tatsächlichen Werten abzuweichen. Ob positiv oder negativ konnte (noch) nicht abschließend geklärt werden. Dennoch sind die Unterschiede in der Praxis unproblematisch, sollten beim Übertakten mit stark angehobener Spannung aber im Hinterkopf bleiben.
Ansonsten war der Linuxbetrieb mit der Platine problemlos möglich. Auch die ASRock XFAST Features hinterlassen einen guten Eindruck. Vor allem XFAST USB und XFAST Ram wissen zu überzeugen. Letzteres stellt eine einfach zu konfigurierende Ramdisk da, die die Systemperformance merklich beschleunigen kann. Der Eindruck zu Lucid Virtu ist nach wie vor durchwachsen, die neuen Intel Smart Connect und Rapid Start Features sind im Desktopbetrieb sicherlich eher nebensächlich.
Die Lüftersteuerung hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck und regelt den CPU-Lüfter nach der CPU-Temperatur. Sehr gut ist, dass sich der Drehzahlbereich inzwischen quasi uneingeschränkt anpassen lässt. Schade ist nach wie vor, dass 4 Pin Anschlüsse nur 4 Pin Lüfter steuern können. Zudem wäre es interessant, wenn sich alle Gehäuselüfter über die Temperatur steuern lassen würden.
- Zusammenfassung/Wertung
Insgesamt hinterlässt das Z77 Extreme4-M einen guten Eindruck. Punkten kann die Platine vor allem durch die gute Ausstattung und dem guten Preis-Leistungsverhältnis (ab 106€ – Stand 29.6) und dem guten Alltagsbetrieb inkl. einer guten Lüftersteuerung. Die OC-Ergebnisse reichen nicht für Bestplätze, sind für ein mATX Board aber gut. Auch die werte der Leistungsaufnahme sind gut. Nicht so gut gefallen hingegen kleine Schwächen beim Layout, die einfach DPAK-MOSFETs sowie die fehlende Möglichkeit eine fixe vCore vorzugeben.
Aufgrund des insgesamt guten Eindrucks und einem attraktivem Preis für die gebotene Ausstattung verleihen wir der Platine den PCTreiber.Net Price Award.
| Positiv | Negativ |
| Gute Lüftersteuerung.. | .. die aber nach wie vor ausgebaut werden kann |
| Lucid Virtu MVP und viele Intel Features … | … wobei Smart Connect und Rapid Start im Desktopbereich eher uninteressant sind |
| Gutes UEFI, gute OC-Ergebnisse | Fehlen einer fixen vCore Option |
| Guter Alltagseindruck | Leichte Layoutmängel |
| gute Leistungsaufnahme | - |
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Review Übersicht
Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck
Gesamtwertung
Zusammenfassung : Insgesamt hinterlässt das Z77 Extreme4-M einen guten Eindruck. Punkten kann die Platine vor allem durch die gute Ausstattung und dem guten Preis-Leistungsverhältnis (ab 106€ - Stand 29.6) und dem guten Alltagsbetrieb inkl. einer guten Lüftersteuerung. Die OC-Ergebnisse reichen nicht für Bestplätze, sind für ein mATX Board aber gut. Auch die werte der Leistungsaufnahme sind gut. Nicht so gut gefallen hingegen kleine Schwächen beim Layout, die einfach DPAK-MOSFETs sowie die fehlende Möglichkeit eine fixe vCore vorzugeben.
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