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ASRock Z77 Extreme4 im Test



Fazit

Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen, wollen wir die wichtigsten Dinge zum ASRock Z77 Extreme4 nochmal zusammenfassen.

  • Ausstattung

Die Ausstattung der Platine ist gut. Sie verfügt über 4 SATA2 und 4 SATA3 Ports. Hinzu kommen 6 USB3 Ports, wobei ASRock auf einen SATA3- sowie einen USB3- Controller von ASMedia setzt, um die zusätzlichen Ports realisieren zu können. Zu diesen Features kommt ein GB-Lan Controller von Broadcom sowie ein Realtek 7.1 HD-Audio-Codec. Zusätzlich stattet ASRock die Platine mit 6 Lüfteranschlüssen aus, von denen immerhin 5 regelbar sind. Eine solche Anzahl an Anschlüssen ist (leider) noch kein Standard.

Bei der gesamten Platine setzt ASRock auf hochwertige Feststoffkondensatoren, die mit goldenem Lack überzogen sind.Bei den Spannungswandlern greift man allerdings nur zu gewöhnlichen DPAK MOSFETs.

Auf der Softwareseite bietet das ASRock Board eine ganze Reihe an zusätzlichen Features wie Lucid Virtu MVP, die Intel Smart Features, die XFAST-Features oder AXTU. Abgerundet wird dies durch die Debug LED und die Onboard Taster.

  • Layout

Das Layout des Boards hinterlässt insgesamt einen guten Eindruck. Die wichtigsten Anschlüsse sind gut positioniert. Der Abstand zwischen CPU-Sockel und Ram-Slots ist ausreichend groß, so dass es Probleme mit großen CPU-Kühlern nur in Einzelfälle geben sollte. Unser Arctic Freezer 13 Pro machte zusammen mit den G.Skill Sniper Modulen keine Probleme.

Etwas ärgerlich ist hingegen die Positionierung der drei Lüfteranschlüsse oberhalb des Sockels. Der Abstand zwischen CPU-Kühler sowie des MOSFET-Kühlers und den Anschlüssen ist sehr gering. Nachdem der CPU-Lüfter montiert ist, lassen sich zusätzliche Lüfter nur noch schwer anschließen.

  • Performance

Wie bereits im Test des GA-Z77MX-D3H zu sehen ist, bietet der Z77 Chipsatz keine Performancevorteile bei der CPU-, Speicher- und GPU-Leistung. Alles andere wäre auch verwunderlich, da der Chipsatz nur noch für die Peripherie zuständig ist.
Auch bei der Peripherieleistung zeigen sich keine Vorteile im Vergleich zu dem Z68 Chipsatz. Hier liegen alle Platinen in etwa auf dem gleichen Niveau. Auch die Zusatzcontroller des ASRock Boards schlagen sich gut, wobei grundsätzlich beachtet werden sollte, dass die zusätzlichen SATA3 Controller nur bedingt für schnelle SSDs geeignet sind (Anbindung mit einer PCIe Lane).

Punkten kann die ASRock Platine vor allem hinsichtlich der USB-Performance, die dank XFAST-USB deutlich über den Werten der Konkurrenz liegt.

Ein etwas durchmischtes Bild gibt es mit Blick auf die Leistungsaufnahme. Hier zeigt sich das Z77 Extreme4 nicht viel sparsamer als das (etwas besser ausgestattet) Z68 Extreme4 Gen3. Hier machen sich womöglich die einfachen DPAK-MOSFETs negativ bezahlt. Allerdings sind die Messergebnisse unterm Strich nicht eindeutig, da mit dedizierter GPU der Unterschied zwischen beiden Boards nur gering ist. Mit der iGPU verbraucht das Z77 Extreme4 deutlich weniger.

Positiver Spitzenreiter ist nach wie vor das GA-Z77MX-D3H, das eine Ecke weniger verbraucht. Allerdings handelt es sich bei der Platine nur um ein mATX Boards, dass schlechter ausgestattet ist als die anderen beiden Platinen. Ein direkter Vergleich ist daher schwer.

  • UEFI und Overclocking

ASRock hat das UEFI der Z77 Boards nochmal deutlich überarbeitet. Das neue Layout wirkt insgesamt etwas aufgeräumter als noch bei den Z68 Mainboards. Hinzu kommt der gewohnt große Funktionsumfang mit einer ganzen Reihe an Optionen. So sind eine Menge Übertaktungsmöglichkeiten vorhanden. Dazu kommen eine Fülle an Speichertimings sowie alle wichtigen Optionen zum Einstellen der CPU-Features, Wake-Up-Events und Periphieroptionen.

Interessant sind zusätzlich die neuen Features Crashless BIOS und Internet Flash. Vor allem das Crashless BIOS macht einen sehr guten Eindruck. Selbst ein trennen des PCs vom Stromnetz während des Flashvorgangs schadet dem System nicht und das Flashvorgang wird beim nächsten Start neu gestartet.

Die Overclockingergebnisse des Boards sind sehr gut und liegen in etwa auf dem (sehr guten) Niveau des Z68 Extreme4 Gen3. Gleiches gilt für die Undervoltinergebnisse. Allerdings sollte man beim Übertakten darauf achten, dass die Turbo Limits korrekt gesetzt sind, ansonsten kann es zu einem Absinken des Multis kommen. Sehr gute gefallen hat uns zudem die Möglichkeit, dass man den Takt nun je nach Auslastung festlegen kann. (Per Core CPU Ratio)

  • Alltagstest

Im Alltagsbetrieb hinterlässt das Board insgesamt einen guten Eindruck. Zunächst sorgten Probleme mit dem ASMedia USB3-Controller für einige Kopfschmerzen, nach diversen Neuinstallationen konnte der Fehler hierfür aber gefunden werden – der UEFI-Modus. Hier muss ASMedia die Treiber offensichtlich nachbessern.  (Update: Das Problem wurde behoben) Ansonsten funktionieren alle wichtigen Features einwandfrei. Auch im Betrieb mit verschiedenen USB Geräten konnten wir keine Probleme feststellen, wobei dies natürlich nur eine kleine Stichprobe ist. Da es zuletzt immer wieder eine Reihe an Problemen mit diversen USB3 Controllern und USB3 Endgeräten gab, müssen ausführliche Userberichte zeigen wie gut oder weniger kompatibel die Intel USB3 Ports sind.

Den Referenztakt setzt ASRock etwas zu hoch an, wodurch es kleine Vorteile in den Benchmarks gibt. In der Praxis sind diese Unterschiede aber nicht relevant. Die Unterschiede zwischen der angezeigten und gemessenen vCore sind hier schon etwas interessanter, allerdings lässt sich die Problematik nicht abschließen klären, was auch für uns unbefriedigend ist. Sind die Angaben von ASRock bezüglich der Masse korrekt, so stimmen angezeigte und ausgelesenen Werte überein. Ist die korrekte Masse die des Netzteils, so sind die reellen Werte etwa 30 mV höher. Ohne genaue Infos zu den Schaltplänen wird dies sich aber nicht aufklären lassen. Wir bleiben an der Problematik aber dran.
Wenn die Spannung tatsächlich im Bereich von 30mV höher liegt, ist dies im Alltagsbetrieb kein besonderes Problem, da Hersteller gewisse Toleranzen vorsehen. Allerdings können OC-Ergebnisse etwas besser ausfallen und die Leistungsaufnahme könnte etwas leiden. Einzig im Betrieb mit erhöhter Spannung sollte man sicherheitshalber diesen Puffer von 30mV im Kopf behalten.

Ansonsten war der Linuxbetrieb mit der Platine problemlos möglich. Auch die ASRock XFAST Features hinterlassen einen guten Eindruck. Vor allem XFAST USB und XFAST Ram wissen zu überzeugen. Letzteres stellt eine einfach zu konfigurierende Ramdisk da, die die Systemperformance merklich beschleunigen kann. Der Eindruck zu Lucid Virtu ist nach wie vor durchwachsen, die neuen Intel Smart Connect und Rapid Start Features sind im Desktopbetrieb sicherlich eher nebensächlich.

Die Lüftersteuerung hinterlässt ebenfalls einen guten Eindruck und regelt den CPU-Lüfter nach der CPU-Temperatur. Sehr gut ist, dass sich der Drehzahlbereich inzwischen quasi uneingeschränkt anpassen lässt. Schade ist nach wie vor, dass 4 Pin Anschlüsse nur 4 Pin Lüfter steuern können. Zudem wäre es interessant, wenn sich alle Gehäuselüfter über die Temperatur steuern lassen würden.

  • Zusammenfassung/Wertung

Unterm Strich ist das ASRock Z77 Extreme4 ein gutes Sockel 1155 Mainboard, das eine gute Lüftersteuerung (die dennoch Verbesserungspotential bietet), ein gutes UEFI, eine ganze Reihe an Overclockingoptionen, gute Overclockingergebnisse, eine gute Ausstattung sowie viele Onboardfeatures bietet. Verbesserungswürdig ist sicherlich die Leistungsaufnahme sowie die Position einiger Lüfteranschlüsse.

Schade ist, dass ASRock im Vergleich zum Z68 Extreme4 Gen3 die weniger effizienten DPAK MOSFETs verbaut. Mit einem Preis von aktuell 120€ ist die Platine aber eine Preisstufe niedriger positioniert als das Z68 Extreme4 Gen3 (Zur Einführung etwa 150€). Dies macht sich auch an der generell verkleinerten Platine bemerkbar. Das eigentliche Gegenstück zum Z68 Extreme4 Gen3 ist hier das Z77 Extreme6, welches auch wieder Low RDS(on) MOSFETs bietet. Dennoch gibt es auch Platinen im Bereich von 120€ die Low RDS(on) MOSFETs bieten, deren Ausstattung dafür an anderen Stellen eventuell abgespeckt ist. Vergleichen mit den Vorgängern ist das Z77 Extreme4 daher nicht mehr der uneingeschränkte Preis-Leistungskönig.

Aufgrund des insgesamt guten Eindrucks verleihen wir der Platine den PCTreiber.Net Hot Stuff Award.

pct hotstuff small ASRock Z77 Extreme4 im Test

Positiv Negativ
Gute Lüftersteuerung.. .. die aber nach wie vor ausgebaut werden kann
Lucid Vrtu MVP und viele Intel Features … … wobei Smart Connect und Rapid Start im Desktopbereich eher uninteressant sind
Gutes UEFI, sehr gute OC-Ergebnisse Position einiger Lüfteranschlüsse
Guter Alltagseindruck -

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3 Kommentare

  1. vielen dank für diesen ausführlichen test, der mir bei der kaufentscheidung geholfen hat. ich habe das mainboard jetzt seit 2 wochen und bin absolut zufrieden.

  2. Die Angaben über die SATA-Anschlüsse sind falsch, anderes Board, wurde überarbeitet oder flasch abgeschrieben. Also mein “ASRock Z77 Extreme4″ (gekauft Juli 2012) hat 8x SATA-Anschlüsse [4x SATA600 (Grau) u. 4x SATA300 (Schwarz)], habe 3x 1TB SEAGATE Barracuda 7200.14 SATA600 (Video + Grafik) und 1x Samsung 830 SSD 256GB an den 600er zu laufen. Mein DVD- und BluRay-Brenner sind an den SATA300 angeschlossen.

  3. Hallo,

    Korrekt. Das Board verfügt über insgesamt 8 SATA Anschlüsse, dies steht auch im Review so. An welcher Stelle soll sich ein Fehler befinden? Ich habe gerade nochmal drübergeschaut und finde keine falsche Angabe zu den SATA Ports.

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Fazit Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen, wollen wir die wichtigsten Dinge zum ASRock Z77 Extreme4 nochmal zusammenfassen. Ausstattung Die Ausstattung der Platine ist gut. Sie verfügt über 4 SATA2 und 4 SATA3 Ports. Hinzu kommen 6 USB3 Ports, wobei ASRock auf einen SATA3- sowie einen USB3- Controller von ASMedia setzt, um die zusätzlichen Ports …

Review Übersicht

Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck

Gesamtwertung

Zusammenfassung : Unterm Strich ist das ASRock Z77 Extreme4 ein gutes Sockel 1155 Mainboard, das eine gute Lüftersteuerung (die dennoch Verbesserungspotential bietet), ein gutes UEFI, eine ganze Reihe an Overclockingoptionen, gute Overclockingergebnisse, eine gute Ausstattung sowie viele Onboardfeatures bietet. Verbesserungswürdig ist sicherlich die Leistungsaufnahme sowie die Position einiger Lüfteranschlüsse

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