BIOS und OC
Während viele Mainboardhersteller seit den Sandy Bridge Boards auf ein UEFI setzen, nutzt Gigabyte nach wie vor ein traditionelles BIOS von Award. Bereits seit einiger Zeit nutzt man allerdings ein Hybrid EFI. Auf das Grundgerüst von Award wird ein EFI Bootloader aufgesetzt. Somit bietet das BIOS zwar Unterstützung des GPT-Modus und großer Festplatten, muss aber auf auf Mausunterstützung oder ein graphisch aufwendiges Menü verzichten.
Das BIOS selbst bietet eine ganze Reihe an Overclockingoptionen. Diese befinden sich im MIT-Menü. So lassen sich alle wichtigen Spannungen in einem sehr großen Bereich einstellen. Auffällig ist vor allem die minimale VDimm-Spannung von 1.035V. Die VCore und Northbridge-Spannung lässt sich allerdings nur über Offsetwerte von der VID der CPU (+0.60V – -0.60V) einstellen. Ein direktes festsetzen auf eine bestimmte Spannung ist nicht möglich. Neben den Spannungen selbst ermöglicht das BIOS das Einstellen aller wichtigen CPU-Parameter wie dem Northbridge- oder HT-Takt. Allerdings fehlt eine Möglichkeit zum Einstellen des Betriebmodus des Speichercontrollers(ganged/unganged).
Zusätzlich bietet Gigabyte Einstellungsmöglichkeiten für alle wichtigen Peripheriegeräte sowie die wichtigsten Systemfeatures wie Wakeup-Events. Eine Lüftersteuerung ist ebenfalls in das BIOS integriert (mehr Details dazu im nächsten Abschnitt). Zudem verfügt Gigabyte über ein im BIOS integriertes Flashtool, was das aktualisieren deutlich vereinfacht.
Während des Tests konnten wir keine Probleme im BIOS feststellen. Die abgebotenen Optionen funktionierten fehlerfrei.
Solltet Ihr Fragen zu bestimmten BIOS-Optionen haben, so werft einen Blick in unser Forum. Abschließend noch mal ein Blick auf die Overclockingoptionen im Detail:
| CPU-Multi | 5 – 35 (in 0.5er Schritten) |
| CPU Northbridge Multi | 5 – 20(in 1er Schritten) |
| Referenztakt | 200– 500 MHz (in 1er Schritten) |
| HTT-Multi | 1 – 13 (in 1er Schritten) |
| VCore | +0,60 V – - 0,60V (in 0.025V Schritten) |
| CPU NB Voltage | +0,60 V – - 0,60V (in 0.025V Schritten) |
| VDimm | 1,035 – 2,145V |
| Speicherteiler | 4/5.33/6.66/8.00 (mit PII X3 720) |
| HT Link Voltage | 0,735 – 1,520V |
| NB Voltage (890FX) | 0,870 – 1,50V |
| CPU PLL Voltage | 2,060 – 3,170V |
| DRAM VTT Voltage | 0,515 – 1,145V |
| NB/PCI/PLL Voltage | 1,335 – 2,445 |
| PCI/PCIe Fix? | Ja (PCIe -Takt von 75 -250 MHz einstellbar) |
| Einstellbare Speichertimings | tCL, tRCD, tRP, tRAS, CR, tRC,tWR,tRFC, tRRD, tWTR, tRTP, tFAW |
Gigabyte Core Unlock
Mit der Core Unlock Option können einfach deaktivierte Kerne der CPUs freigeschaltet werden. Während unseres Tests funktionierte dies mit unserem Phenom II X3 720 problemlos. Wir konnten keine Besonderheiten wie etwa Bootprobleme etc. feststellen.
Hinweis: Nicht jede Phenom II X3 CPU muss sich zwangsläufig freischalten lassen. Bei einigen CPUs funktioniert der Mod offenbar nicht. Bei anderen ist der vierte Kern defekt.
Undervolting
Zum Test der Undervoltingfähigkeit wird die VCore Spannung der CPU im BIOS auf 1.10V festgesetzt und der maximal mögliche Takt mit diesen Einstellungen ausgelotet. Dieser lag beim GA-970A-UD3 bei 2.6 GHz. Unter Last hatte die Platine somit eine Leistungsaufnahme von 133 Watt, während es unter Idle 103 W waren (default 149/94 Watt). Die Idle-Leistungsaufnahme ist höher, da bei der Platine CnQ nicht mehr greift, wenn der Multiplikator verändert wird.
Hinweis: Wie beim Overclocking sind auch beim Undervolting die erzielten Ergebnisse von der jeweiligen CPU abhängig!
Overclocking
- Overclockingergebnisse mit 1.325V
- Overclockingergebnisse mit 1.425V
| Mainboard | Eingestellte Spannung | Spannung am Messpunkt unter Last | Spannung laut Software unter Last | Erreichter CPU-Takt (stabil Wprime 1024M) |
| Gigabyte GA-970A-UD3 | 1,425V | - | 1,44V | 3624 MHz |
| Gigabyte GA-970A-UD3 | 1,325V | - | 1,344V | 3423 MHz |
| ASRock 970 Extreme3 „LLC Auto“ | 1,425V | 1,479V | 1,432 V | 3636 MHz |
| ASRock 970 Extreme3 „LLC Auto“ | 1,325V | 1,363V | 1,336 V | 3366 MHz |
| ASRock 970 Extreme3 „LLC Enabled“ | 1,425V | 1,417V | 1,416V | 3517 MHz |
| ASRock 970 Extreme3 „LLC Enabled“ | 1,325V | 1,321V | 1,320V | 3316 MHz |
Hinweis zu den Übertaktungsergebnissen: Da sich jede Komponente unterschiedlich gut oder schlecht übertakten lässt, dienen die oben angegebenen Werte nur als Richtwerte. Keinesfalls können wir euch garantieren, dass die Taktraten mit jedem Board erreicht werden.
Die Spannungen beziehen sich jeweils auf die im Bios eingestellten Werte! Manche Boards over oder undervolten hier, mehr Infos dazu findet ihr in den entsprechenden Tests der Boards. Der maximale Referenztakt wird ohne Erhöhung der Chipsatzspannung ermittelt.
Stabilitätstests: Aus zeitlichen Gründen ist es uns nicht möglich, sämtliche OC-Settings unter Prime95 o.ä. über einen längeren Zeitraum auf Stabilität zu testen. Als “Stabil” bezeichnen wir hier daher einen problemlosen Durchlauf von Wiprime 2.00 1024M und 3DMark 06 (gleichzeitg)
Review Übersicht
Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck
Gesamtwertung
Zusammenfassung : Mit dem GA-970A-UD3 bietet Gigabyte ein gutes Mainstreammainboard für AM3/AM3+ CPUs von AMD. Punkten kann das Board vor allem mit dem guten BIOS, den umfangreichen OC-Optionen und den guten Overclockingergebnissen. Positiv fallen zudem die hochwertigen Komponenten auf. Kleine Schwachpunkte sind der Abstand zwischen den Speicherslots und dem Sockel sowie die Leistungsaufnahme. Auch die Lüftersteuerung ist deutlich ausbaufähig. Preislich wechselt die Platine ab 75€ den Besitzer (Stand 6.1.2001). Somit gehört die Platine zu den günstigsten 970 Boards, was die gebotene Ausstattung zusätzlich hervorhebt.
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