PCT Check: Stabilität, Kompatibilität und Alltagserfahrungen
| All Solid Caps | Funktioniert eine PCIe 1x Karte in zusätzlichen PEG Ports? | ||
| Hersteller der Kondensatoren | ?? | SPD Timings korrekt ausgelesen? | |
| verwendeter Clockgenerator | ICS 9LPRS477DKL | Stabilitätstests bestanden? | |
| Verwendeter Spannungcontroller VCore | ISL 6329 | USB Kompatibilitätstest bestanden? * | |
| Verwendeter SuperIO-Chip | ITE IT8720F | Betrieb mit DDR3 1600/CL7/1T möglich? | |
| Verwendeter Audiocodec | Realtek ALC889 | Werden manuell eingestellte Ram-Timings im Bios richtig übernommen? | |
| V/erwendeter FireWire Chip | VIA VT6308P | Funktion S4 Standbymodi? | |
| Verwendeter Netzwerkcontroller | Realtek RTL8111E | Funktion S3 Standbymodi? | |
| Maximal unterstützte TDP | 140W | Funktion Cool and Quiet (CnQ)? | |
| Funktioniert Boot from Keyboard? | Funktioniert CnQ mit OC? | ||
| Funktioniert Wake-on-Lan? | IOMMU vorhanden / deaktivierbar | ||
| Funktioniert Resume on Keyboard | Funktioniert Resume on USB | ||
| Boot from USB/DVD |
* Betrieb mit verschiedenen USB- Geräten
-> Funktioniert ohne Einschränkungen,
-> Funktioniert mit Einschränkungen,
-> Funktioniert nicht oder nur schlecht
Im Alltagsbetrieb konnten wir nur kleine Probleme mit dem Board feststellen. Alle wichtigen Features, wie Stromsparmechanismen, Standbymodi oder WOL funktionierten einwandfrei. Auffällig waren aber mal wieder die Probleme mit dem EtronTech USB3 Controller. An diesem ist der stabile Betrieb des vorliegenden DVB-T Sticks (Tevion Model mit Afatech AF9015 Controller) nicht möglich. An den USB2 Ports oder den USB3 Controllern von Renesas/Asmedia funktioniert er. Da die Treiber des DVB-T Controllers aber auch seit längerem nicht mehr aktualisiert wurden, könnte das Problem auch mit den Treibern des Sticks zusammenhängen. Mit sonstigen USB2/USB3 Geräten konnten wir keine Probleme feststellen.
Ein Hinweis zudem noch zur Nutzung von CnQ zusammen mit OC. Dies ist zwar generell möglich, aber nur solange das System nicht über den CPU-Multi übertaktet wird. Wird der Multiplikator geändert, wird CnQ deaktiviert. Spannungserhöhungen werden im Übrigen auf alle P-Stats aufgeschlagen.
Der Referenztakt der Platine liegt mit 202.02 MHz etwas höher an als die AMD Spezifikationen (200 MHz) es vorsehen. Hierdurch werden auch die CPU-, der Speicher- sowie der HT-Bus leicht übertaktet. In der Praxis ist diese marginale Übertaktung absolut problemlos, bei Benchmarks könnten sich minimale Vorteile ergeben.
Mit den Auto-Einstellungen liegt unter Last (laut dem Gigabyte Easy Tuner Tool) eine Spannung von 1.320V an. CPU-Z liest leicht höhere Werte aus (1.328 oder 1.344V). Details zu den Messpunkten der Platine liegen uns leider nicht vor, so dass wir die Spannung nicht manuell nachmessen können. Schenkt man der Software Vertrauen, ist die Auto-Spannung soweit korrekt (laut VID 1.325V bei unserem Modell). Ähnlich sieht es unter Last aus. Hier liegen laut Software (Easy Tuner) 1.050V an, was den Standardvorgaben entspricht. Die Spannungsangaben von Easy Tuner und CPU-Z sind im Übrigen sehr ähnlich.
Die VDimm Spannung der Platine liegt mit den Auto-Einstellungen bei 1.488V. Dies entspricht den Spezifikationen der Jedec, die 1.5 +/- 0.075V vorsehen.
Lüftersteuerung und Chipsatztemperaturen
Das Gigabyte GA-970A-UD3 bietet insgesamt vier Lüfteranschlüsse. Drei für Gehäuselüfter (2x 3 Pin, 1x 4Pin) sowie einen CPU-Lüfter-Anschluss (4Pin). Die Lüftersteuerung regelt dabei lediglich die beiden 4 Pin Anschlüsse (also einen CPU- sowie einen Gehäuselüfter). Dabei können aber sowohl 3-Pin als auch 4-Pin Lüfter geregelt werden.

Gigabyte GA-970A-UD3 Lüfteranschlüsse: 1 Sys_Fan 2 (3 Pin, nicht regelbar),2 Sys_Fan1-Anschluss (4 Pin, regelbar), 3 PWR_Fan Anschluss (3 Pin, nicht regelbar) und 4 CPU-Fan (4 Pin, regelbar)
Im BIOS lässt sich die Lüftersteuerung dabei nur bedingt konfigurieren. So können nach wie vor keine Schwellenwerte für die Lüftersteuerung konfiguriert werden. Lediglich die Steigung der Steuerung lässt sich auf Wunsch anpassen.
Wir haben die Lüftersteuerung des Mainboards kurz getestet. Dabei kam der Zerothern Nirvana NV120 zum Einsatz. Belastet wurde das System mit WPrime 1024M. Hierbei wurde die Drehzahl mittels Aida64 2.00 aufgezeichnet (1 Wert jede Sekunden).
Wie fast üblich bei Gigabyte zeigt sich, dass die Lüftersteuerung verbesserungswürdig ist. Zunächst fällt die sehr hohe Grunddrehzahl (~ 1600 UPM) negativ auf. Des Weiteren fällt auf, dass die Steuerung sofort deutlich hochregelt, wenn CPU-Last anliegt. erst danach wird in weiteren, kleinen, Stufen je nach Temperatur erhöht. Dies führt dazu, dass auch bei nur kurzen Belastungen der Lüfter dazu neigt kurzzeitig stark aufzudrehen. Zu hoffen ist, dass Gigabyte in kommenden Designs eine bessere Lüftersteuerung implementiert. Diese sollte mehr regelbare Lüfteranschlüsse, aber auch eine direkte Kontrolle der Grenztemperaturen durch den Nutzer ermöglichen.
Werfen wir abschließend noch einen Blick auf die Temperaturen. Unter Volllast im (Furmark + Prime 95) konnten wir mittels eines Temperturfühlers am Chipsatzkühler knappe 61° C messen. Am Kühlkörper der Spannungswandler haben wir 57° C gemessen. Hierbei lief unser ZEROtherm Nirvana NV120 auf Vollast. Die Temperaturen sind nicht kritisch, gerade die Chipsatztemperatur ist allerdings recht hoch. Der verwendete Towerkühler versorgt diesen allerdings auch nicht mit ausreichend Frischluft. Gearde in Systemen mit Towerkühlern und schlechter Belüftung sollte man die Chipsatztemperatur im Auge behalten.
Gigabyte LAN Optimizer
Die Gigabyte Lan Optimizer Software ist, ähnlich wie z.B. CFOS, eine Software die Internetanwendungen priorisieren kann. Die Software wurde offensichtlich von Realtek entwickelt und lässt sich bei Gigabyte herunterladen.
Die Idee der Software ist recht einfach. So bekommen bestimmte Anwendungen bestimmte Bandbreiten zugewiesen. Dies ermöglicht das priorisieren bestimmter Anwendungen. So lassen sich gleichzeitig große Dateien (bei niedriger Priorität) herunterladen und Onlinespiele mit gutem Ping spielen.
Nutzer der Platine, die häufig viele verschiedene bandbreitenhungrige Anwendungen nutzen, sollten sich die Software einmal näher anschauen und testen ob sie den eigenen Zwecken genügt.
Bootzeit
Gerade mit Blick auf UEFI und den angeblichen Verbesserungen der Bootzeit sind entsprechende Ergebnisse interessant. Allerdings hängt die Bootzeit sehr stark von allen zusätzlichen Controllern des Mainboards ab, was vergleiche zusätzlich erschwert. Dennoch möchten wir entsprechende Vergleichswerte liefern, wobei diese mit einer gewissen Vorsicht genossen werden sollten. Wir messen hierfür die benötigte Zeit vom Anschalten des Systems bis zum erscheinen des Windows Login-Screens. Dabei werden drei Messungen gemacht, der Mittelwert berechnet und auf die volle Sekunde auf/abgerundet.
| Bootzeit | |
| Gigabyte GA-970A-UD3 | 33 Sekunden |
| ASRock 970 Extreme3 | 28 Sekunden |
Die ASRock Platine hat bei der Bootzeit leichte Vorteile gegenüber dem Gigabyte-Board.
Linuxbetrieb
Unser obligatorischer Linux-Test mit der Ubuntu Live CD in der Version 11.04 funktionierte problemlos. Sound, SATA (AHCI), IDE und der Netzwerkcontroller funktionierten tadellos. Der EtronTech USB3 Controller wurde aber nicht korrekt erkannt.
Gigabyte Easy Tuner Software
Die Gigabyte Easy Tuner 6 Software ermöglicht eine Überwachung der Spannungen und Temperaturen sowie die Konfiguration der Lüftersteuerung unter Windows. Auch ein Übertakten des Systems ist möglich, wobei die Möglichkeiten hier relativ begrenzt sind. So lässt sich lediglich der Referenztakt sowie die VCore Spannung ändern.
RightMark Audio Test 6.2.3
| response (from 40 Hz to 15 kHz), dB |
+0.03, -0.08
|
Excellent
|
| Noise level, dB (A) |
-85.2
|
Good
|
| Dynamic range, dB (A) |
85.1
|
Good
|
| THD, % |
0.0032
|
Very good
|
| THD + Noise, dB (A) |
-78.4
|
Average
|
| IMD + Noise, % |
0.016
|
Very good
|
| Stereo crosstalk, dB |
-83.6
|
Very good
|
| IMD at 10 kHz, % |
0.016
|
Very good
|
| General performance |
Very good
|
Die Gesamtperformance des Onboardsounds ist insgesamt sehr gut, laut dem Rightmarkt Audio 6.2.3. Auffälligkeiten gab es hier nicht.
Review Übersicht
Qualität
Overclocking
Preis
Alltagseindruck
Gesamtwertung
Zusammenfassung : Mit dem GA-970A-UD3 bietet Gigabyte ein gutes Mainstreammainboard für AM3/AM3+ CPUs von AMD. Punkten kann das Board vor allem mit dem guten BIOS, den umfangreichen OC-Optionen und den guten Overclockingergebnissen. Positiv fallen zudem die hochwertigen Komponenten auf. Kleine Schwachpunkte sind der Abstand zwischen den Speicherslots und dem Sockel sowie die Leistungsaufnahme. Auch die Lüftersteuerung ist deutlich ausbaufähig. Preislich wechselt die Platine ab 75€ den Besitzer (Stand 6.1.2001). Somit gehört die Platine zu den günstigsten 970 Boards, was die gebotene Ausstattung zusätzlich hervorhebt.
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