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Howto: Biosflash bei ASRock Motherboards
wurde eingetragen von ASRock_USer am 03.12.2006 um 18:58 Uhr und bisher 63205 mal gelesen.
Beschreibung:

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Howto: Biosflash bei ASRock Motherboards

Stand: 11.12.2008

An dieser Stelle möchten wir Euch die verschiedenen Möglichkeiten erläutern, wie ihr das Bios bei den Mainboards von ASRock auf den neusten Stand bringen könnt. Hierbei muss leider zwischen sehr vielen unterschiedlichen Boards, Flashtoolversionen etc. unterschieden werden. Aus diesem Grunde empfehlen wir euch, diesen Guide vor dem Flashen in aller Ruhe zu lesen.

Bevor es ans Flashen geht, einige wichtige Hinweise vorab.

  • Never touch a running System

Sollte euer PC problemlos funktionieren, solltet Ihr euch vorab überlegen, ob ihr das Bios wirklich Flashen wollt. Ein Biosflash bringt immer Gefahren mit sich. Sollte der Biosflash schief gehen, seid ihr auf einen Ersatzchip oder jemand, der einen "Hot-Flash" vornehmen kann, angewiesen. Im schlimmsten Fall bedeutet dies, dass Ihr euer System einige Zeit nicht nutzen könnt. Ein Backup vor dem Flashvorgang ist daher empfehlenswert.

  • Stabil laufendes System

Wer sein Bios Flashen möchte, der sollte sich vorab vergewissern, dass sein System wirklich stabil läuft. Übertaktungen etc. sollten vor einem Biosflash rückgängig gemacht werden. Wenn unter Windows geflasht wird, sollten sämtliche unnötigen Programme geschlossen werden.

  • Clear CMOS vor und nach dem Flash

Bevor und nachdem ihr das Bios flasht, sollten die "Default Settings" des Bios geladen werden. Aber Achtung, vergesst nicht, wichtige Einstellungen im Bios wieder zu tätigen, nachdem ihr den PC neu gestartet habt. Gerade bei Systemen, die auf RAID setzten, ist dies besonders wichtig.

  • Niemals den Strom während des Flashvorgangs trennen

Während des Flashvorgangs solltet ihr niemals die Stromzufuhr des Systems trennen oder das System ausschalten.

  • Bios zur Not nochmals Flashen

Sollte bei einem Biosflash etwas schief gehen (Flashtool wirft Fehler aus etc.) empfiehlt es sich, dass Bios noch mal neu zu Flashen oder ggf. ein älteres Bios zu flashen. Wenn beim Flashvorgang etwas schief geht und ihr den PC dann sofort neu startet, ist das Bios möglicherweise hinüber.

  • Hinweise beachten

Es kommt schon mal vor, dass bei bestimmten Biosversionen Hinweise beiliegen. Diese sollten unbedingt beachtet werden.

  

Flashen unter Windows

Beim Flashen unter Windows muss man zwischen dem Flashen von offiziellen Biosversionen sowie dem Flashen von Beta oder gemoddeten Biosversionen (z.B. die ADV. Biosversionen) unterscheiden.

Achtung! Das Flashen unter Windows birgt häufig ein größeres Risiko als das Flashen unter DOS. Aus diesem Grund solltet ihr Euch nur dann für einen Flash unter Windows entscheiden, wenn euer System wirklich 100% stabil läuft.

 

Offizielle Biosversionen

Das Flashen von offiziellen Biosversionen gestaltet sich sehr einfach. ASRock bietet für alle aktuellen Boards immer zwei unterschiedliche Versionen an. Die aktuellsten Biosversionen findet ihr in unserer Filebase. Zum Flashen unter Windows müsst ihr (überraschender Weise ;-) ) das ZIP-Archiv mit der Abkürzung "Win" im Dateinamen nehmen.

Danach entpackt ihr alle Dateien des Zip-Archivs. Ihr solltet in den meisten Fällen nun 4 Dateien haben: AFUWIN.exe, Ucoresys.sys, Ucorevxd.vxd und Ucorew64.sys.

Bevor ihr den Flashvorgang startet, sollten sämtliche Anwendungen beendet werden. Dann führt ihr einfach die "AFUWIN.exe" aus. (unter Windows Vista muss diese als Administrator ausgeführt werden). Das daraufhin erscheinende Hinweisfenster erinnert euch nochmals daran, dass ihr alle laufenden Programme schließen solltet.

Nachdem ihr den Hinweis bestätigt habt, beginnt sofort der Flashvorgang. Achtung! Wundert euch nicht darüber, dass eure Maus plötzlich nicht mehr reagiert. Solange ihr am Bildschirm sehen könnte, wie der Flashvorgang läuft ist alles in Ordnung.

Nachdem der Flashvorgang abgeschlossen ist, bekommt ihr nochmals ein Dialogfenster zu sehen, welches euch empfiehlt Windows neu zu starten. Nachdem der PC neu gestartet ist, solltet ihr sofort ins Bios gehen (F2) und dort zuerst die "Default Settings" laden um danach eure benutzerspezifischen Einstellungen zu tätigen.

Bei Einigen Mainboards kommt nicht die Bekannte "AFUWIN.EXE" zum Flashen des Bios unter Windows zum Einsatz, sondern ein Tool namens "ASRuwin.exe". Die Anwendung des Tools ist aber sehr ähnlich, wie bei der "AFUWIN.EXE". Alle Dateien müssen entpackt werden, und die "ASRuwin.exe" gestartet werden (unter Vista als Administraor).

Inoffizielle/Beta/Modded Biosversionen

Vor der eigentlichen Anleitung ein kurzer Hinweis. Da es immer wieder zu Problemen mit dem Flashen unter Windows bei inoffiziellen/Beta Biosversionen kommt, empfehlen wir ausdrücklich den Flash unter DOS. Am einfachstem mit einem unserer Bootimages. Sollte für das gewünschte Bios kein Bootimage vorhanden sein, einfach kurz im Form anfragen.

Bei inoffiziellen/gemoddeten- bzw. Betabiosversionen gestaltet sich der Flashvorgang etwas komplizierter. Generell lassen sich aktuell hier nur die Boards mit Betabiosversionen unter Windows flashen, die auf dei AFUWIN.exe zurückgreifen. Neben der Biosversion benötigt ihr hier das ASRock (AMI)Winflashtool (AFUWin).

Aktuell bieten wir das Tool in der Version 4.11 und 4.22 an. Wir empfehlen grundsätzlich die aktuelle Version 4.22. Die Version 4.11 lohnt nur, wenn ihr auf eurem Board ein Bios eines anderen Boards flashen wollt.

Die gewünschte Version des Flashtools ladet ihr herunter und entpackt das Zip-Archiv. Darin enthalten sind insgesamt 6 Dateien, von denen allerdings nur 4 für den Flashvorgang entscheidend sind: AFUWIN.exe, Ucoresys.sys, Ucorevxd.vxd und Ucorew64.sys.

Bevor es nun weiter geht, ist es auch hier wieder wichtig, sämtliche Programme zu beenden. Führt nun bitte die AFUWin.exe aus, wobei das Tool unter Vista wieder als Administrator ausgeführt werden muss. Zuerst seht ihr eine Hinweismeldung, die Wuch bittet sämtliche laufenden Programme zu beenden. Diese bestätigt ihr. Im Gegensatz zum Flashvorgang bei offiziellen Biosversionen startet der Flashvorgang nun allerdings nicht automatisch. Stattdessen seht ihr das Programmfenster von AFUWin.

AFUWIN 4.22 

Nun klickt ihr einfach auf "Open" und wählt die (bereits entpackte) Biosdatei aus, die ihr flashen möchtet. Da nicht alle Biosversionen die Endung "*.rom" haben, empfiehlt es sich beim Dateityp "All Files" auszuwählen. 

AFUWIN 4.22

Habt ihr das passende File ausgewählt klickt einfach auf "Öffnen".

AFUWIN 4.22

AFUWIN springt nun automatisch auf den Setupbildschirm. Achtung. Nun ist es wichtig, dass ihr die Option "Destroy CMOS Checksum" aktiviert, ansonsten könnte euch nach dem Neustart des Rechners zu Problemen kommen. Die Block-Options Option muss nicht zwingend verändert werden. Hier geht die Meinung auseinander, ob die Option "Programm all Blocks" aktivieren werden sollte oder nicht. Nachdem es häufiger Probleme gibt, empfehlen wir aber (vor allem bei den Beta Biosversionen) "Programm all Blocks" zu aktivieren.

Nachdem der Flashvorgang abgeschlossen ist, gilt wieder. PC Neustarten, mit F2 in Bios, Default Einstellungen laden und die benutzerspezifischen Einstellungen vornehmen.

Hinweis: Das Flashen unter Windows funktioniert wahrscheinlich nicht bei älteren Boards von ASRock (z.B. K7S8XE+, K8S8X). Solltet ihr hierzu Erfahrungen haben, teilt diese doch hitte mit. Danke!

 

Flashen unter DOS

 

Für das Flashen unter DOS benötigt ihr zuerst eine bootfähige Diskette. Eine Übersicht verschiedener DOS und Windows Bootdisketten findet ihr zum Beispiel bei Winfuture. Solltet ihr kein Diskettenlaufwerk mehr besitzen, so könnt ihr theoretisch auch CDs oder USB-Sticks nutzen.

Sobald eine bootfähige Diskette (bzw. ein anderes bootfähiges Medium) vorliegt, ladet ihr euch die Biosversion, die ihr flashen wollt, in unserer Filebase herunter und entpackt das Zip-Archiv.

Hier ist es nun wichtig, dass ihr darauf achtet welches Flashtool der offiziellen Biosversion beiliegt. Bei vielen Boards kommt eine ASRFLASH.exe zum Einsatz. Bei vielen neuen Mainboard kommt aber inzwischen eine AFUDOS.exe und bei einigen wenigen Mainboards die ASRUBIOS.EXE, ASRFLASH.BIN und UCODE.DAT zum Einsatz.

Den offiziellen Bisoversionen liegt das jeweilige Flashtool grundsätzlich bei. Bei den inoffiziellen/beta Biosversionen liegt das entsprechende Flashtool allerdings nicht immer bei. Sollte dies der Fall sein, empfehlen wir einen Blick in das letzte offizielle Bios zu werfen um zu sehen welchen Flashtool ihr benötigt. Die entsprechenden Flashtools könnt ihr auch einzeln bei uns herunterladen:

Auf die Bootdiskette von oben speichert ihr nun noch das jeweilige Flashtool (sowie evt. weitere in der Zip-Datei befindlichen Programme) und die Biosdatei, die ihr flashen wollt. Um spätere Schwierigkeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Biosdatei umzubenennen. Am besten nehmt Ihr einen einfachen Dateinamen wie zum Beispiel "BIOS" oder einfach nur "1".

Nachdem nun alle Dateien auf der Diskette sind, startet ihr euren PC neu, geht ins Bios (F2) und ladet die "Default Settings" und verlasst das Bios (über "Exit Saving Changes" ) wieder. Danach wählt ihr mit "F11" das Bootmenü aus und wählt hier das Diskettenlaufwerk (solltet ihr keine Diskette verwenden das entsprechende andere Laufwerk) und bootet von Diskette.

Sobald der gesamte Bootvorgang abgeschlossen ist erscheint "A:\" auf eurem Bildschirm. Nun könnt ihr das Bios flashen.

Ab hier ist es wieder wichtig, welches Flashtool bei euerem Mainboard genau zum Einsatz kommt.

Solltet ihr die ASRFLASH.EXE nutzen geht der Flashvorgang folgendermaßen von statten:

Eingabe: "ASRFLASH <DATEINAME>" bestätigung mit Enter. Bei der Eingabe muss <DATEINAME> natürlich durch den Namen der Biosdatei ersetz werden ebenso dürfen die Anführungszeichen nicht mit eingegeben werden.

Ist alles korrekt eingegeben wurden erscheint folgende Meldung auf eurem Bildschirm: "Please wait for BIOS loading ROM" Sobald das Biosupdate erfolgreich war, seht ihr folgende Meldung: "Flash ROM Update Completed - Pass" Nun startet ihr euren PC neu (STRG+ALT+ENTF) und geht mit "F2" ins Bios. Dort ladet ihr zuerst wieder die "Default Settings" und passt nun die Bioseinstellungen an eure Wünsche an.

Solltet ihr die AFUDOS.EXE nutzen sieht der Flashvorgang folgendermaßen aus:

Engabe: "AFUDOS <Dateinamen>" mit Enter Bestätigen. Bei der Eingabe muss <DATEINAME> natürlich durch den Namen der Biosdatei ersetz werden ebenso dürfen die Anführungszeichen nicht mit eingegeben werden. Wenn der Flashvorgang erfolgreich abgeschlossen wurde. solltet ihr folgenden Hinweis bekommen: "Program ended normally"

Wenn bei eurem Board die ASRUBIOS.EXE (sowie ASRFLASH.BIN und UCODE.DAT) zum Einsatz kommt, sieht der Flashvorgang folgendermaßen aus:

Eingabe: "ASRUBIOS <Dateinamen>" Bei der Eingabe muss <DATEINAME> natürlich durch den Namen der Biosdatei ersetz werden ebenso dürfen die Anführungszeichen nicht mit eingegeben werden.

Ich möchte nochmals ausdrücklich auf folgendes hinweisen: Bevor ihr das Bios unter Dos flashen wollt, vergewissert euch, dass ihr das, für euer Board entsprechende, Flashtool habt. Welches das passende Flashtool ist, könnt ihr ganz einfach überprüfen, indem ihr das aktuellste Bios (in der Dos-Version)s für euer Board bei ASRock herunterladet und schaut, welches Tool sich in der *.zip-Datei befindet.

 

Flashen unter Dos mit Bootimages

Wem der Flashvorgang unter DOS zu kompliziert ist oder kein Diskettenlaufwerk besitzt und auch nicht unter Windows flashen möchte, sollte mal einen Blick auf die so gennanten Bootimages werfen. Bei den Bootimages handelt es sich um bootfähige ISO-Images bei denen das Flashtool sowie die Biosdatei schon integriert sind. Eine genaue Anleitung, wie man mit einem Bootimage umgeht findet ihr hier. Sollte es für das Board/für die Biosversion die ihr flashen möchtet kein Bootimages geben, so fragt einfach kurz im Forum nach einer entsprechenden Version und wir werden sie euch schnellst möglichst bereitstellen. Wir erstellen euch auch gerne Bootimages für Mainboards anderer Hersteller.

In diesem Sinne wünschen wir euch viel Glück und viel Spaß beim Flashen  Augenzwinkern   Bitte beachtet abschließend bitte nochmals den Hinweis! Trennt während des Flashvorgang den Computer niemals vom Strom oder schaltet ihn aus. Sollten Probleme während des Flashvorgangs auftauchen, flasht das Bios sicherheitshalber noch ein zweites mal oder flasht das original Bios zurück.

Dieser Guide wurde nach bestem Wissen und Gewissem zusammengestellt. Dennoch übernehmen wir keine Garantier für die 100% Richtigkeit. Weder PCT, noch der Auto ist für Schäden am System durch den Biosflash haftbar. Verwendung auf eigene Gefahr!

 

Autor: ASRock_User

Layout: ASRock_USer






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