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Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force
wurde eingetragen von ASRock_USer am 14.05.2008 um 20:54 Uhr und bisher 2083 mal gelesen.
Beschreibung:

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Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force

passiver Kühler, höhere Taktraten und 2D-Modus - Was will man mehr?

Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force

Mit der Vorstellung der nVidia GeForce 9600 GT im Februar schickte nVidia endlich eine neue Mittelklasse Karte ins Rennen, die es mit der HD 3800 Serie von AMD aufnehmen sollte. Wie ein Blick in unsere Marktübersicht zeigt, unterscheideten sich ein Großteil der damaligen Karten allerdings nur durch höhere Taktraten und unterschiedlichen Beilagen. Beim PCB und Kühlerdesign hielten viele Hersteller sich an das Referenzdesign. Wie so oft bei den Karten im Mainstreambereich dauerte es aber nicht allzu lange, bis erste Hersteller wirklich alternative GeForce 9600 GT Karten auf den Markt gebracht haben.

Besonders positiv aufgefallen ist hier die Gigabyte GeForce 9600 GT Turbo Force (GV-NX96T512HP). Neben einer passiven Kühllösung und höhere Taktraten setzt Gigabyte auf ein komplett eigenes PCB. Dieses PCB erlaubt zusammen mit der Gamer HUD Software unter anderem das Ändern der Taktraten und der GPU-Spannung unter Windows. Zudem stellt diese Gamer HUD Software einen 2D Modus zur Verfügung, einem Feature an dem es den GeForce 9600 GT Karten im Referenzdesign mangelt. Des Weiteren setzt Gigabyte nach eigenen Angaben nur besonders hochwerte Komponenten ein, ähnlich der Ultra Durable Serie, die es auch im Bereich der Mainboards gibt.

Aber ob die Karte auch in der Praxis wirklich überzeugen kann und wie sie sich im Vergleich zu anderen AMD und nVidia Karten schlägt, wollen wir nachgehen.

Unser Dank geht an Gigabyte für die problemlose Bereitstellung des Testexemplars.

Gigabyte Logo

Technische Daten

ATI Radeon HD 3870
ATI Radeon HD 3850
nVidia GeForce 9600 GT
nVidia GeForce 8800 GT
GPU-Codename
RV670
RV670
G94
G92
Fertigungstechnologie
55nm
55nm
65nm
65nm
Shadereinheiten
64 (320)
64 (320)
64
112
Shader-Modell
SM 4.1
SM 4.1
SM 4.0
SM 4.0
Shadertakt
775 MHz
670 MHz
1625 (1800) MHz
1512 MHz
ROPs
16
16
16
16
TMUs
16
16
32
56
TAUs
32
32
32
56
GPU-Takt
775 MHz
670 MHz
650 (720) MHz
600 MHz
Speicherinterface
256 Bit
256 Bit
256 Bit
256 Bit
Speichertakt
1125 MHz
830 MHz
900 (1000) MHz
900 MHz
Speichermenge
512 MB GDDR4
256/512 MB GDDR3
256/512 MB GDDR3
256/512 MB GDDR3

Gigabyte hat die Taktraten der Karte, im Vergleich zu den Standardvorgaben der GeForce 9600 GT, deutlich angehoben. Die GPU taktet mit 720 anstelle von 650 MHz, die Shadereinheiten mit 1800 anstelle von 1625 MHz und die 512 MB GDDR3 Speicher werden mit 1000 MHz anstelle von 900 MHz befeuert.

Impressionen der GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force

Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force Lieferumfang

Gigabyte schickt die Karte in einem relativ auffälligen Karton ins Rennen, der vor allem durch die vielen Sticker mit den verschiedenen Features auffällt. Darin befindet sich, gut verpackt, die Grafikkarte sowie sämtliches Zubehör. Der Lieferumfang der Karte fällt nicht sonderlich umfangreich aus und beschränkt sich auf das nötigste

  • 2x VGA->DVI Adapter
  • 1 x Videoadapter Box
  • 1x Treiber CD
  • PCIe Stromadapter
  • Handbuch & Schnellanleitung

Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force

Wie bereits erwähnt, setzt Gigabyte auf ein komplett eigenes PCB, das vor allem durch seine kurze Platinenlänge und den hochwertigeren Komponenten, sowie der blauen PCB Farbe auffällt. Auffällig ist natürlich, ohne Frage, vor allem auch das passive Kühlerdesign. Direkt auf der GPU ist eine Bodenplatte befestigt, in der insgesamt 4 Heatpipes eingearbeitet sind, diese leiten die Wärme von der GPU ab in das Kühlsystem.

Zwei der Heatpipes gehen rechts von der GPU weg und verlaufen durch den großen Kühler über der GPU und an der Außenseite der Karte. Hier setzt Gigabyte auf eine neue "Multichor"-Technologie, die die Heatpipes an gleich mehren Stellen mit den  Finnen verbindet. Hierdurch wird die Wärme besser an den gesamten Kühlkörper abgeleitet.

Die zwei anderen Heatpipes gehen links von der GPU weg und geben die Wärme an einen zweiten Kühlkörper ab, der vor allem die natürliche Wärmekonvektion nutzt, um die Wärme über die entsprechenden Schlitze nach außen abzugeben.

Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force
Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force
Hier der linke Kühlkörper im Detail, der die Wärme direkt nach außen leitet. Sehr gut zu sehen sind hier die 2 Heatpipes
Der große rechte Kühlkörper, sehr gut zu erkennen sind hier die beiden Verbindungsstellen der Heatpipes mit den Finnen (Multicore)
Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force
Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force

Der hintere Teil der Platine, die Karte benötigt einen PCIe 6 Pin Stromanschluss

Ein Teil des Kühlers steht über dem PCB
Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force
Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force

Gigabyte setzt auf GDDR3 Module von Samsung (K4J52324QE-BJ11A) mit einer Zugriffszeit von 1,1 ns - spezifiziert bis 1000 MHz.

Das Board bietet 2 DVI Ausgänge und einen kombinierten TV-Out/HDTV Ausgang (für die mitgelieferte Box),

Gigabyte GV-NX96T512HP GeForce 9600 GT Turbo Force

Hier sind noch mal sehr gut die Alufinnen zu sehen, die aus der Slotblende hervorstehen

Impressionen der Gigabyte Gamer HUD Software

Die Gamer HUD Software von Gigabyte bringt gleich mehrere Besonderheiten mit sich. Erstens ermöglicht die Software ein Übertakten der Karte unter Windows (GPU/Shader/Speichertakt) und bietet vor allem auch die Möglichkeit die GPU Spannung "on the fly" anzupassen - genau das richtige für maximale Overclockingergebnisse.

Des Weiteren ermöglicht die Software den 2D/3D Modus der Karte zu de/aktivieren. Die Software wechselt dann automatisch zwischen 2D/3D-Taktraten, was in der Praxis allerdings nicht immer reibungslos funktionierte. Unsere Karte taktete nach dem Rechnerstart zwar immer korrekt im 2D Modus und ging bei 3D Last auch entsprechend in den 3D Modus, das zurückschalten in den 2D Modus funktioniert allerdings leider oftmals nicht mehr korrekt.

In zukünftigen Versionen von Gamer HUD plant Gigabyte zudem die Abschaltung von Spannungswandler auf der Grafikkarte, ähnlich wie es die DES Technologie bereits bei Mainboards macht.

Gamer HUD

Testsystem

Ausnahmsweise testen wir die Karte heute in gleich zwei unterschiedlichen Systemen um so einen direkten Vergleich mit einer GeForce 8800 GT Variante sowie einer HD 3870 zu ermöglichen.

Testsystem 1:

  • ASRock A780FullDisplayPort Bios 1.30
  • AMD Phenom 9850
  • Seagate ST3250410AS (250 GB)
  • Enermax Liberty 500W
  • 2x Patriot PDC22G6400LLK DDR2 800
  • ASUS AMD ATI Radeon HD 3870 512MB
    • Referenzdesign mit Referenztaktraten (775/1125 MHz)
  • Windows Vista 64 Bit SP1
  • Catalyst 8.4
  • GeForce 174.74 (ehemals Forceware)

Testsystem2:

  • Gigabyte GA-P35-DS3 Rev.1.0 (BIOS: F13h)
  • Intel C2D E8400 @390FSB/3510MHz
  • SATA2 Samsung SP2504C & SATA2 Samsung HD252KJ – je 250GB
  • X-Spice Croon BF 850 Watt
  • 4x 1GB A-Data Vitesta Extreme Edition PC800@975 5-5-5-15 @ 2.1V
  • Elitegroup N8800GT-512MX+ (gekühlt mit optionalem Turbomodul)
    • GeForce 8800 GT übertaktet auf 650/1620/950 MHz
  • nVidia GeForce 8800 GT
    • Simuliert durch heruntertakten der ECS 8800 GT auf Referenztaktraten (600/1500/900 MHz)
  • Windows Xp SP2
  • GeForce174.74 (ehemals Forceware)

Treibereinstellungen

ATI
  • Catalyst A.I.: Standard
  • Mipmap Detail Level: High Quality
  • Wait for vertical refresh: Always off

nVidia

  • Texturfilterung: Qualität
  • Vertikale Synchronisierung: Aus
  • MipMaps erzwingen: keine
  • Anisotrope Muster-Abtastoptimierung: Aus
  • Negativer LOD-Bias: Clamp
  • Gamma-angepasstes AA: Ein

Benchmarks

Vorab noch ein Hinweis zu den Benchmarks. Wie bereits erwähnt, haben wir die Karte auf zwei Testsystemen getestet. Die Benchmarks jedes Testsystems findet ihr in einem eigenen Diagramm wieder. Beim Testsystem zwei müssen wir leider auf AA/AF Benchmarks verzichten, da dass System kurz vor Abschluss der entsprechenden Referenzbenchmarks den Dienst verweigert hat.

Futuremark 3DMark 06

  • Hersteller: Futuremark
  • Herstellerseite
  • Typ: Synthetischer 3D Benchmark
  • Beschreibung: Einfacher Durchlauf mit den Standardeinstellungen

Futuremark 3DMark 06

Futuremark 3DMark 06

Futuremark 3DMark 06

Futuremark 3DMark 06

Call of Duty 4

  • Hersteller: Infinity Ward
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene direkt zum Beginn der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

Call of Duty 4

Call of Duty 4

Call of Juarez

  • Hersteller: Techland
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Szene der Demoversion. Die Angaben entsprechen dem Mittelwert aus 5 Messungen.

Call of Juarez

Call of Juarez

Colin McRae Dirt

  • Hersteller: Codemasters
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Startszene der Demoversion auf dem Avelsbachring. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

Colin McRae Dirt

Colin McRae Dirt

Company of Heroes - Opposing Fronts

  • Hersteller: THQ
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spielszene Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

Company of Heroes - Opposing Fronts

Enemy Territory: Quake Wars

  • Hersteller: Id Software
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Für die Benchmarks wurde eine eigens erstellte Timgedemo genutzt, die mittels der integrierten Benchfunktion gebenchmarkt wurde.

Enemy Territory: Quake Wars

Enemy Territory: Quake Wars

Fear - Perseus Mandate

  • Hersteller: Monolith
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

Fear - Perseus Mandate

Fear - Perseus Mandate

Gothic 3

  • Hersteller: Digital Extremes
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS, der UT 3 Beta Demo und dem UT-Bench Tool die Map "dm_Shangri La_bot"

Gothic 3

Gothic 3

Need for Speed - Pro Street

  • Hersteller: EA Games
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels FRAPS eine 10 sekündige Spieleszene der Demoversion. Die angegeben Werte entsprechen den Durchschnittswerten aus 5 Messungen.

Need for Speed - Pro Street

Need for Speed - Pro Street

World in Conflict

  • Hersteller: Massiv Entertainment
  • Herstellerseite
  • Typ: Game
  • Beschreibung: Gebencht wurde mittels der integrierten Benchmarkfunktion der Demoversion.

World in Conflict

World in Conflict

    Lautstärke

    Zum Thema Lautstärke ist eigentlich wenig zu sagen. Da die Karte mit einem Passiv-Kühler ausgestattet ist entfällt hier eine Beurteilung natürlich. (Wobei noch anzumerken währe das auch die zum Vergleich genommene Elitegroup 8800GT ebenfalls gänzlich passiv genutzt werden kann)Selbstverständlich ist eine gute Gehäusedurchlüftung bei solchen Passiv-Karten immer wichtig.

    Die Temperaturen der Gigabyte Karte sind für eine Passiv-Karte sehr gut. Selbst mit den höchsten OC-Werten unter Volllast kommt die Karte kaum über 60°C. Hierbei sollte aber bedacht werden, dass das Test-System mit reichlich Lüftern bestückt ist (genauer 6 an der Zahl) und dieser Wert daher auch stark Gehäuseabhängig ist. Dies zeigen auch die Temperaturen im ersten Testsystem. Hier befanden sich lediglich ein 120mm Lüfter @ 12V (hinten) sowie zwei 80mm Lüfter @ 7V (vorne) im System. Entsprechend höher fallen hier die Temperaturen aus, dennoch sind die Werte für eine passive Karte sehr gut.

    Temperaturen

    Temperaturen

    Die Idle-Temperaturen entsprechen den Temperaturen nach 10 Minuten auf dem Windows Desktop.

    Temperaturen

    Die 3D Temperaturen entsprechen dem Maximalwert nach 20 Minuten Fur Rendering Benchmark

    Leistungsaufnahme

    Wie bereits oben erwähnt, verfügt die Karte über 2D/3D Taktraten die über die Gamer HUD Software realisiert werden. Entsprechenden wurde die Leistungsaufnahme unter Idle einmal mit der Gamer HUD Software im 2D Modus und einmal ohne 2D Modus ermittelt.

    Leistungsaufnahme

    Leistungsaufnahme

    Trotz des zusätzlichen 2D Modus kann die Leistungsaufnahme der Karte nur bedingt gesenkt werden und man kommt noch immer nicht an die sehr guten Werte der AMD Radeon HD 3870 heran. Ein ähnliches Phänomen haben wir zuletzt übrigens bei dem Test der Club 3D Radeon HD 3870 festgestellt. Hier fehlt es an einem 2D Modus, dennoch ist die Leistungsaufnahme der Karte kaum höher als bei gewöhnlichen Radeon HD 3870 Karten. Für eine gute 2D Leistungsaufnahme muss also deutlich mehr vorhanden sein, als einfache 2D/3D Modi.

    Ein ganz wichtiger Hinweis zu unseren Messwerten der Leistungsaufnahme. Es sich hierbei um die Ergebnisse des gesamten Systems (ohne Monitor). Die Werte werden durch einen Voltcraft Energy Check 3000 ermittelt. Mit diesen Messwerten ist es unmöglich genaue Unterschiede in der Leistungsaufnahme der verschiedenen Grafikkarten auszumachen, sie dienen lediglich als grobe Richtwerte. Der Grund hierfür ist, dass auch viele andere Faktoren wie beispielsweise das Wirkungsgrad des Netzteiles oder unterschiedliche CPU-Last durch Treiber die Ergebnisse stark nach oben oder unten verfälschen können. Es ist also unmöglich anhand dieser Messwerte zu sagen, wie viel Watt genau nur die bestimmte Grafikkarte verbraucht.

    Overclocking

    Nachdem die Temperaturen der Gigabyte Grafikkarte im normalen Betrieb bereits niedrig ausfallen, wollen wir natürlich wissen inwieweit die Grafikkarte noch Luft zum übertakten hat.

    In unserem Test konnten wir den Speicher von 1000 MHz auf 1037 MHz und die GPU von 720 MHz auf 780 MHz übertakten. Dabei wurde die Spannung der GPU auf 1.12V angehoben. Wenn man dazu bedenkt, dass die Karte bereits ab Werk von 650/900 MHz übertaktet ist, sind diese Wert noch ordentlich. Selbst übertaktet wird die GPU nur knappe 61 ° C warm. Zudem lässt sich die Spannung noch weiter steigern (über die Gamer HUD Software) wodurch sicherlich noch höhere Übertaktungsergebnisse möglich sind.

    Das 3DMark 06 Ergebnis konnte durch das Overclocking von 11687 (default) auf 12221 Punkte gesteigert werden.

    Bereits früher machte ein Bericht die Runde, wonach der GPU-Takt der GeForce 9600 GT an den Takt des PCIe-Bus gekoppelt ist. Hierfür haben wir den PCIe-Takt von 100 auf 105 Mhz angehoben, die sonstigen Systemparameter (FSB, CPU-Tat etc) blieben unverändert. Das 3DMark 06 Ergebnis wurde hierdurch von 11687 auf 12010 3D Marks gesteigert. Offenbar ist also auch beid er Gigabyte GeForce 9600 GT der GPU-Takt an den PCIe-Takt gekoppelt. In Systemen mit einem höheren PCIe-Takt sollte man die Karte somit mit besonderer Vorsicht walten lassen. Das größte Problem: Der Treiber meldet diese Übertaktung nicht, sondern zeigt weiterhin die Standradtaktraten an.  

    Hinweis zu den Übertaktungsergebnissen. Da sich jede Komponente unterschiedlich gut oder schlecht übertakten lässt, dienen die oben angegebenen Werte nur als Richtwerte. Keinesfalls können wir Euch garantieren, dass die Taktraten mit jeder Karte erreicht werden können. Möglicherweiße lassen sich einige Kartend eutlich schlechter oder auch besser Übertakten.

    Fazit

    Bevor wir zum endgültigen Fazit kommen möchten wir die Ergebnisse und Erkenntnisse unseres Reviews noch mal kurz Revue passieren lassen. Beginnen wir beim wichtigstem, der Performance. Durch die höheren Taktraten im Vergleich zur Referenz GeForce 9600 GT ist die Karte schneller als jede nicht übertaktete GeForce 9600 GT Karte. Die Konkurrenz aus dem Hause AMD in Form der Radeon HD 3870 kann, vor allem mit 4x AA/16xAF, oftmals auf die Plätze verwiesen werden. Gegen die hausinterne Konkurrenz in Form der GeForce 8800 GT 512MB hat die Karte allerdings kaum eine Chance und muss sich der GeForce 8800 GT geschlagen geben. In einigen Benchmarks rücken beide Karten leistungstechnisch aber sehr nahe zusammen, was durchaus auch am CPU Limit liegen könnte da wir aufgrund der Probleme mit dem Testsystem leider keine AA/AF Benchmarks gegen die 8800 GT bieten können, dennoch könnte gerade in zukünftigen Spielen die vermehrt auf den Einsatz von Shadereinheiten setzen der Vorsprung der GeForce 8800 GT steigen.

    In Sachen Leistungsaufnahme kann die Gigabyte GeForce 9600 GT nur unter Last wirklich überzeugen, hier verbraucht man gute 20 Watt weniger als die HD 3870 von AMD. Etwas anders sieht es allerdings unter Idle aus, hier verbraucht die HD 3870 grundsätzlich weniger als die GeForce 9600 GT. Daran ändert auch der spezielle 2D Modus der Gigabyte Karte nicht viel, die Einsparung durch diesen fällt mit ~5 Watt relativ gering aus. Zudem zeigte sich, dass die Software in der aktuellen Version des Öfteren Probleme mit dem Umschalten zwischen 2D und 3D Modus hat. So konnten wir feststellen, dass die Karte nicht mehr in den 2D Modus zurückschaltet sondern einfach im 3D Modus verharrt. Hier ist offenbar noch etwas Feintuning seitens Gigabyte nötig.

    Punkten kann die Gigabyte Karte vor allem in Sachen Temperaturen und Lautstärke. Aufgrund der passiven Kühllösung ist die Karte schlichtweg nicht hörbar, dennoch ist es sehr wichtig das System mit Gehäuselüftern zu bestücken um eine gute Kühlung zu gewährleisten. Diese Lüfter tragen natürlich zur Lautstärke des Gesamtsystems bei. Aber selbst mit einer relativ üblichen Lüfterbestückung (2 80 mm @ 7v Front/ 1x 120mm @ 12V hinten) wurde die Karte selbst unter Volllast keine 70°C warm. Eine normal dimensionierte Gehäuselüftung reicht für die GeForce 9600 GT also durchaus aus.

    Abgerundet wird dies alles durch die Gamer HUD Software, die unter anderem den 2D Modus ermöglicht, auf den wir bereits oben eingegangen sind. Zudem ermöglicht die Software ein anheben der GPU-Spannung unter Windows, was vor allem alle Übertakter freuen wird. In unserem kurzen Overclockingtest konnten wir die Taktraten der Karte auch immerhin nochmals um um 60 MHz auf 780 MHz GPU Takt steigern. Die Spannung haben wir hierbei nur um 0.02V erhöht. Mit weiteren Spannungserhöhungen und einem gutem Sample sind sicherlich noch höhere Taktraten möglich. In der Zukunft soll die Gamer Hud Software wohl sogar ein Abschalten einiger Spannungswandler der Karte ermöglich, um die Leistungsaufnahme unter Idle weiter zu senken. Entsprechende Techniken gibt es bei den Mainboards bereits seit 2007. Wie sie sich auf den ersten Grafikkarten machen bleibt abzuwarten. Ein Problem müssen wir im Zusammenhang mit den Übertaktungsergebnisse aber noch erläutern. Wie schon bei der Referenz GeForce 9600 GT ist auch bei der Gigabyte Version der GPU-Takt direkt an den PCIe-Takt gekoppelt. Auf Mainboards, deren PCIe-Takt über der Vorgabe von 100 MHz liegt kann dies durchaus zu Problemen führen.

    Und der Preis? GeForce 9600 GT mit 512 MB gibt es in der Referenzausführung für knappe 100€. Die Gigabyte GeForce 9600 GT Turbo Force ist für knappe 120€ gelistet. Die 20€ Aufpreis für die besseren Kühlung, die höheren Taktraten und die Möglichkeiten der Gamer HUD Software sind durchaus gerechtfertigt. Auch vergleichen mit HD 3870 Karten die ab ~ 110€ den Besitzer wechseln ist der Preis der Karte sehr ordentlich. Das größte Problem der Karte kommt aber aus dem Hause nVidia selbst. Die GeForce 8800 GT. Erste Karten im Referenzdesign und mit 512 MB gibt es ~ 125€. Die Karten sind somit kaum teurer, aber leistungsfähiger, als die GeForce 9600 GT Turbo Force von Gigabyte. Dafür bietet die Gigabyte Karte die deutlich bessere und leise Kühllösung als die entsprechenden GeForce 8800 GT Vertreter in diesem Preisrahmen. Ob man sich nun für eine günstige 8800 GT im Referenzdesign oder für die Gigabyte GeForce 9600 GT Turbbo Force entscheidet, muss jeder an seinen persönlichen Vorlieben festmachen.

    Festhalten lässt sich, Gigabyte hat mit der GeForce 9600 GT Turbo Force (GV-NX96T512HP) ohne Frage eine sehr interessante 9600 GT Kreation auf den Markt gebracht. Höhere Taktraten, passive Kühlung, gute Temperaturen und die interessanten Möglichkeiten der Gamer HUD Software sprechen für die Karte. Einziger Wermutstropfen: Die extrem günstigen Preise der GeForce 8800 GT Modelle.

    Aufgrund des sehr guten Gesamteindrucks verleihen wir der Gigabyte GeForce 9600 GT Turbo Force den PcTreiber.Net Hot Stuff Award

    PcTreiber.Net Hot Stuff

    Positv
    Negativ
    Gute, passive Kühlung
    Gamer HUD springt manchmal nicht in den 2D Modus zurück
    Werkseitige Übertaktung
    GPU-Takt an PCIe-Takt gekoppelt
    2D Modus
    -
    VGPU Spannung per Software änderbar
    -

    Vielen Dank fürs Lesen,

    Euer PC-Treiber.net Team

    Tester und Autor: ASRock_User/Usch65

    Layout: ASRock_USer

    Benchmarktabellen: ASRock_User






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