Die technischen Daten klingen sehr vielversprechend. Interessant ist vor allem der hohe Wirkungsgrad von ca. 80% und natürlich die 2 12V-Leitungen. Doch werfen wir mal ein Blick auf das Netzteil. Im Lieferumfang enthalten:
Man kann über den Lieferumfang nicht meckern,sehr gut konnte vor allem die Tasche gefallen, in der einzelnen Kabelstränge aufeghoben sind. Die Stränge die man nicht braucht kann man so gut verstauen und findet sie schnell wieder. Impressionen des Enermax Liberty 500WattDie Verabreitung des Netzteils ist durchweg sehr hochwertig. Zusätzlich wirkt es durch das goldene Lüftergitter und die goldenen passiv Kühler, zusammen mit der schwarzen Farbe, sehr edel.Ungewöhnlich wirkt das Glitzern des Lacks, was aber auch Geschmackssache ist. Der transparente 120mm Lüfter ist sehr leise. Im Idle Modus dreht er mit ca. 900 UPM und auch unter Last wird es nicht deutlich mehr. Um nicht zusätzliche Luftverwirbelungen zu erzeugen, setze Enermax, wie Coolermaster beim Real Power, auf eine wabenartige Struktur auf der Rückseite. Da es sich um ein modulare aufgebautes Netzteil handelt, wirkt das Netzteil "out of the box" sehr nackt. Am Netzteil selber ist nur der ATX Stecker und der 4/8Pin 12V Stecker befestigt. Bei den Anschlüssen für die zusätzlichen Kabelstränge setz Enermax auf 6polige Stecker, die an PCIe Stromstecker erinnern. An die beiden linken, roten, Stecker werden die beiden PCIe-Stromkabel, an die 6 schwarzen Anschlüsse die Molex-,SATA- und FDD-Stecker angeschlossen. Schauen wir uns die Stecker doch mal genauer an Die AnschlüsseDer ATX-,12V- und Fantacho-Stecker sind fest am Netzteil befestigt. Sowohl beim 12V als auch beim ATX Stecker handelt es sich um Kombistecker. Der 12V Stecker lässt sich sowohl als 8Pin EPS-Stecker als auch als 4Pin P4-Stecker nutzen. Ebenso der ATX-Stecker, dieser lässt sich einfach vom 20Pin- in einen 24Pin-Stecker, aber auch wieder zurück verwandeln. Negativ aufgefallen ist allerdings, dass der ATX Stecker fast inkompatibel zum ASRock 939Dual-SATA II gewesen wäre. Problem ist, dass die Halterungen, für den 4Pin-Teil, ausen am Stecker angebracht sind, hierdurch ist der ATX Stecker teilweise etwas breiter als gewöhnliche ATX-Stecker. Aus diesem Grunde koalidiert er beim ASRock 939Dual-SATA II mit einem Kondensator, dieser brauchte aber nur minimal verbogen werden und alles passte. Hier sollte Enermax noch etwas nachbessern und eine Möglichkeit finden, die zu jedem Board 100% kompatibel ist, auch wenn sowas natürlich immer sehr schwer ist. Dann wären da noch die beiden PCIe-Stromstecker, und eine der Besonderheiten der Enermax Liberty Serie. Die SATA und Molex Kombistränge. Normalerweise hat man bei modular aufgebauten Netzteilen jeweils einzelne Stränge für SATA und für Molex Anschluss (z.B. das Hyper), Enermax hat es aber geschaft beide Steckertypen in einem Strang zu integrieren, wodurch sich eine große Anschlussvielfalt ergibt. Insgesamt liefert Enermax 2 Stränge mit jeweils 2xSATA- ,2x Molex- und 1x FDD Steckern und 2 Stränge mit jeweils 2xSATA- und 2x Molex- Steckern mit. Bei den SATA-Steckern hat es uns sehr gut gefallen, dass diese um 90° gedreht sind, und sie so wunderbar einfach anzuschliesen sind. Die Molex Stecker hingegen konnten durch das "Easy Plug Design" überzeugen, wodurch sie einfach zu de/montieren waren. Sehr gut ist außerdem, dass alle Kabel bis kurz vor die jeweiligen Stecker ummantelt sind. An Anschlussarten wären da: (von links nach rechts; oben nach unten)
Sind dann alle Kabel angeschlossen, sieht das Netzteil schon deutliche mehr nach Netzteil aus. Im Lieferumfang der 500Watt Variante befinden sich "nur" 4Molex/SATA Kabelstränge, deswegen besteht sogar noch die Möglichkeit 2 weitere Kabelstränge (die zusätzlich zu erwerben sind) an das Netzteil anzuschliesen. Bevor wir uns Belastungstest anschauen, nochmal schnell die wichtigsten Fakten des Netzteils zusammengefasst:
Testsystem
Belastungstest
Um nun zu testen, ob das Netzteil auch wirklich hält, was es verspricht, wurde es einem kleinem Belastungstest unterzogen. Um eine möglichste hohe Auslastung, vor allem auf der 12V Leitung, zu erzeugen, wurde der 3D Mark 2001 30 Minuten im Loop laufengelassen während eine DVD auf die Festplatte kopiert wurde. Dazu liefen sämtliche Lüfter auf 12V und auch die Kaltlichkathoden waren an.
Die Idle-Werte wunden nach 30min surfen, ein bisschen Winamp usw. ermittelt. CnQ war hierbei an, die Kaltlichtkathoden aus und die Lüfter liefen @5V. Die Spannungswerte wurden mit Speedfan aufgezeichnet. In der Tabelle ist der jeweils geringste Wert zu finden.
Das Enermax Liberty schneidet, owohl es mit "nur" 500Watt eigentlich das schwächste Netzteil im Feld ist, sehr gut ab. Man sieht mal wieder sehr schön, dass pure Watt Angaben nicht alles sind, sondern man lieber auf die Amper-Werte achten sollte. Diesen sehr gute Eindruck im Belastungstest konnte das Netzteil auch im Alltag bestätigen. So wurde das System selbst bis ans Maxiumun übertaktet nie instabil. FazitWas soll man zum Enermax Libtery 500Watt noch sagen, auser TOP! Selten konnte ein Netzteil so überzeugen. Das Äusere wirkt durch die schwarz/goldene Farbgebung sehr edel, der Lüfter ist sehr leise, das Netzteil verfügt über ein durchdachten modularen Aufbau und das wichtigste, es liefert in allen "Lebenslagen" stabile Spannungen. Schade ist nur, dass der aufgrund des breiten ATX-Steckers zu Problemen kommen kann (wie z.B. beim ASRock 939Dual-SATA II). Zu allem dem Positivem kommt auch noch der, für das Netzteil wirklich gute, Preis von ca. 70 €. (Stand 7.8.2006) Aufgrund diese wirklich sehr gutem Gesamteindruck, zusammen mit einem ansprechenden Preis führt für das Netzteil kein Weg am "PC-Treiber Gold Award" vorbei!
Wem die 500 Watt Variante evt. überdimensioniert scheint, oder zu teuer ist, kann auch zur 400 Watt Variante greifen. Wem 500 Watt zuwenig sind, kann auch die 620 Watt Variante nehmen. Vielen Dank fürs lesen Euer PC-Treiber.net Team
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